Midi-Pyrénées – ein Kultur- und Naturerbe von weltweiter Bedeutung
Die ehemalige Region Midi‑Pyrénées, heute Teil von Okzitanien, vereint einige der eindrucksvollsten Kulturlandschaften Frankreichs: mittelalterliche Städte von Weltrang, romanische und gotische Meisterwerke, Spuren römischer Antike, Pilgerwege nach Santiago de Compostela und eine Natur, die von den Pyrenäen bis zu sanften Hügellandschaften reicht. Zahlreiche UNESCO‑Welterbestätten, lebendige Traditionen und eine unverwechselbare Lebensart machen die Midi‑Pyrénées zu einer der kulturell reichsten und zugleich authentischsten Regionen Südfrankreichs.
Inhaltsverzeichnis dieser Seite
- Albi – UNESCO‑Welterbe und rosafarbene Stadt am Tarn
- Der Canal du Midi – Königliche Wasserstraße und UNESCO‑Erbe
- Canal du Midi
- Carcassonne – Eine mittelalterliche Traumkulisse
- Cirque de Gavarnie
- Grand Sites & weitere Informationen
- Die Jakobswege – Spirituelle Routen durch Okzitanien
- Der französische Jakobsweg
- In den Pyrenäen
- Gemächlich radeln in Midi‑Pyrenäen
- Toulouse
- Bilder aus dem Département du Tarn
Albi – UNESCO‑Welterbe und rosafarbene Stadt am Tarn
Albi zählt zu den romantischsten Städten Okzitaniens. Die warm schimmernden Ziegelbauten, typisch für die Katharerarchitektur, verleihen der Altstadt ihr unverwechselbares rosafarbenes Erscheinungsbild. Seit dem 31. Juli 2010 gehört die ehemalige Bischofsstadt zum UNESCO‑Welterbe und bereichert damit das kulturelle Erbe der Region Midi‑Pyrenäen, die heute Teil von Okzitanien ist.
Das historische Viertel «Vieil Alby» erstreckt sich rund um die Kathedrale Sainte‑Cécile und den Palais de la Berbie, die beide maßgeblich zur UNESCO‑Erklärung beitrugen. Ebenfalls zum Welterbe gehören die Kirche Saint‑Salvi mit romanischem Kreuzgang, die Backsteinbrücke Pont Vieux sowie die vom alten Stadtkern überragten Ufer des Tarn.
Die ab 1282 errichtete Kathedrale Sainte‑Cécile ist ein Meisterwerk der südlichen Gotik. Mit ihrer monumentalen Backsteinarchitektur und dem 78 m hohen Glockenturm dominiert sie das Stadtbild. Im Inneren zählt das monumentale «Jüngste Gericht» zu den bedeutendsten italienischen Renaissance‑Malereien Frankreichs.
Der Palais de la Berbie (13. Jh.) beherbergt das Museum des in Albi geborenen Malers Toulouse‑Lautrec. Mit mehr als 1 000 Werken zeigt es die weltweit umfangreichste Sammlung des Künstlers. Die neu gestalteten Terrassengärten der Bischöfe bieten eine der schönsten Aussichten auf den Tarn und die leuchtenden Ziegelmauern der historischen Bauwerke.
Albi ergänzt das UNESCO‑Erbe der Region, zu dem auch der Canal du Midi, die Jakobswege nach Compostela und das Naturschauspiel Cirque de Gavarnie gehören.
Canal du Midi
Seit 1996 ist der grandiose, von Pierre‑Paul Riquet im 17. Jahrhundert geschaffene Wasserweg UNESCO‑Welterbe. Der insgesamt 241 km lange Canal du Midi wurde von 12 000 Arbeitern in fünfzehnjähriger Bauzeit gegraben. 350 Bauwerke – Brücken, Schleusen, Aquädukte – wurden errichtet und rund 45 000 Platanen gepflanzt. Heute ist dieser Wasserweg ein beliebtes Revier für Freizeitkapitäne.
[weiterlesen]Carcassonne – Eine mittelalterliche Traumkulisse
Carcassonne ist für viele Paare der Inbegriff eines romantischen Kurzurlaubs. Die Silhouette der Stadt, die wie ein Märchenbild über der Ebene des Aude auftaucht, ist nahezu perfekt: 52 mittelalterliche Türme, eine doppelte Stadtmauer und das Comtal‑Schloss aus dem 12. Jahrhundert.
1997 wurde Carcassonne in die Liste des UNESCO‑Welterbes aufgenommen.
Cirque de Gavarnie
Der Cirque de Gavarnie im Pyrenäen‑Nationalpark wird von bis zu 1 700 m hohen Felswänden umschlossen. Der von Dreitausendern überragte Felskessel hat einen Umfang von 14 km. Über die Felswände stürzt der mit 413 m höchste Wasserfall Europas. Die Ausstellung „Millaris“ im Ort Gavarnie erläutert die Entstehung der Felskessel und die Gründe für die Aufnahme ins Welterbe.
Grand Sites & weitere Informationen
Die herausragenden Sehenswürdigkeiten des UNESCO‑Welterbes in Midi‑Pyrenäen wurden zum großen Teil als «Grand Site» ausgezeichnet. Weitere Informationen unter www.france-voyage.com und www.tourisme-occitanie.com.
Die Jakobswege – Spirituelle Routen durch Okzitanien
Die Pilgerwege nach Santiago de Compostela prägten über Jahrhunderte den kulturellen Austausch und die Architektur Europas.
Drei der vier historischen französischen Routen führen durch Okzitanien: Arles, Le Puy‑en‑Velay und die Pyrenäenroute.
Entlang der Wege liegen bedeutende Bauwerke wie die Abteien von Saint‑Gilles und Conques, die Basilika Saint‑Sernin in Toulouse und die Valentré‑Brücke in Cahors.
Seit 1998 stehen die französischen Jakobswege auf der UNESCO‑Welterbeliste.
Der französische Jakobsweg
Entlang der 1998 zum Welterbe erklärten Jakobswege befinden sich allein 33 der insgesamt 52 von der UNESCO ausgewählten südwestfranzösischen Bauwerke in Midi‑Pyrenäen. Dazu zählen die Wehrbrücke Pont Valentré in Cahors, der Kreuzgang in Moissac und die romanische Abteikirche von Conques.
In den Pyrenäen
Midi‑Pyrenäen mit seinem Netz an verkehrsarmen und gut ausgebauten Nebenstraßen ist ein ideales Ziel für Motorradreisende. Besonders die kurvenreichen Bergstraßen in den Pyrenäen begeistern passionierte Passfahrer.
[weiterlesen]Gemächlich radeln in Midi‑Pyrenäen
Midi‑Pyrenäen besteht nicht nur aus Hochgebirge. Von der Nordgrenze im Zentralmassiv bis zu den Pyrenäen im Süden zeigt sich eine große landschaftliche Vielfalt. Für gemütliche Radtouren gibt es zahlreiche Strecken: «Voies vertes» und «Véloroutes» auf verkehrsarmen Nebenstraßen werden jedes Jahr erweitert.
[weiterlesen]Toulouse
Toulouse ist die viertgrößte Stadt Frankreichs und die heutige Hauptstadt der Verwaltungsregion Okzitanien sowie Verwaltungssitz des Départements Haute-Garonne. Sie ist bekannt für ihre hohe Lebensqualität und zählt zu den beliebtesten Städten Frankreichs.
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