Allgemeine Informationen und Daten über Italien
Auf dieser Seite (in alphabetischer Reihenfolge):
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Zeitungen, Zeitschriften
Fläche: 301 338 km² (70. größter Staat der Erde). Einwohner: rund 59 Millionen (Stand 2024). Das entspricht etwa 196 Einwohnern pro km² (Österreich: ca. 110).
Minderheitensprachen: rund 1,6 Mio. Sarden (davon ca. 12 000 Katalanen), etwa 750 000 Sprecher rätoromanischer Sprachen (Friauler und ca. 30 000 Ladiner), rund 300 000 Deutschsprachige (vor allem in Trentino-Südtirol), etwa 200 000 Franco-Provenzalisch-Sprecher (Aostatal und Piemont), rund 90 000 Arbëresh (Albaner, besonders in Kalabrien), etwa 50 000 Slowenen (Raum Triest/Gorizia), rund 15 000 Griechen (Apulien). Außerdem leben weltweit rund 4,1 Millionen Auslandsitaliener in Europa und Übersee.
Lebenserwartung: 82,3 Jahre (2020). Bevölkerungsentwicklung: Seit 2015 schrumpft die Bevölkerung kontinuierlich.
Raucheranteil: 2005 – vor dem Rauchverbot – rund 22 %. 2020 lag der Anteil bei etwa 11 %.
Sprachen
Amtssprache ist Italienisch. Daneben existieren mehrere regionale Amtssprachen: Sardisch, Deutsch (Südtirol), Franko-Provenzalisch (Aostatal), Ladinisch (Südtirol), Slowenisch (Triest und Gorizia). Weitere geschützte Minderheitensprachen sind: Albanisch (Arbëresh), Griechisch (Apulien), Katalanisch (Alghero), Zimbrisch (nördlich von Verona), Furlan (Friaul), Molise-Slawisch (kroatische Mundart), sowie Okzitanisch in einigen piemontesischen Alpentälern. In manchen Hochtälern wird zudem der alemannische Walser-Dialekt gepflegt.
Wie funktioniert die Verständigung?
In touristischen Zentren kommt man mit Deutsch oder Englisch meist gut zurecht. Abseits der bekannten Reiseziele wird es jedoch schwieriger. Grundlegende Italienischkenntnisse erleichtern den Kontakt mit Einheimischen sehr. Italienisch für den Reisegebrauch kann man in vielen Instituten in Österreich und Deutschland lernen; in Italien selbst bieten Städte wie Florenz, Siena oder Perugia zahlreiche Sprachschulen an.
Religion
Rund 80–85 % der Bevölkerung gehören traditionell der römisch‑katholischen Kirche an. Die zweitgrößte christliche Gruppe ist die orthodoxe Kirche (vor allem durch Migration). In Italien leben außerdem etwa 40–45 000 Juden, rund 230 000 Zeugen Jehovas und etwa 1,3 Millionen Muslime. Der Anteil konfessionsloser Menschen nimmt seit Jahren zu und liegt bei rund vier Millionen.
Städte
Etwa 72 % der Bevölkerung leben in Städten. Die größten Städte (Stand 2023, reine Stadtbevölkerung,
in Klammer Großraum):
Rom 2,75 Mio (4 Mio),
Mailand 1,37 Mio (4,4 Mio),
Neapel 962 000 (3,9 Mio),
Turin 857 000 (1,7 Mio),
Palermo 626 000 (1 Mio),
Genua 564 000 (691 000),
Bologna 391 000 (573 000),
Florenz 362 000 (871 000),
Bari 315 000 (305 000),
Catania 297 000 (872 000),
Verona 255 000,
Venedig 249 000,
Messina 217 000,
Padua 208 000,
Triest 199 000.
Staat
Italien ist eine parlamentarisch‑demokratische Republik mit einer Verfassung von 1948. Das Parlament besteht aus zwei Kammern: der Abgeordnetenkammer und dem Senat. Seit der Reform 2020 umfasst die Abgeordnetenkammer 400 Mitglieder, der Senat 200 Mitglieder. Gewählt wird alle fünf Jahre. Das Staatsgebiet gliedert sich in 20 Regionen, 107 Provinzen und rund 7 900 Gemeinden. Besondere Autonomiestatuten besitzen: Sardinien, Sizilien, Trentino‑Südtirol, Aostatal und Friaul‑Julisch Venetien.
Wirtschaft
Die Landwirtschaft trägt rund 2 % zum BIP bei. Ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus: Mit rund 65 Millionen internationalen Besuchern pro Jahr zählt Italien zu den meistbesuchten Ländern der Welt (hinter Frankreich und Spanien). Wichtige Industriezweige sind Maschinenbau, Mode/Textil, Automobilindustrie, Lebensmittelproduktion und Design.
Feiertage
1. Jänner – Neujahr – Capodanno
6. Jänner – Heilige Drei Könige – Epifania
Ostern – Ostersonntag – Pasqua
Ostermontag – Lunedì di Pasqua
25. April – Tag der Befreiung – Liberazione
1. Mai – Tag der Arbeit – Festa del Lavoro
2. Juni – Tag der Republik – Festa della Repubblica
29. Juni (nur Rom) – Peter und Paul
15. August – Mariä Himmelfahrt – Ferragosto
1. November – Allerheiligen – Tutti i Santi
3. November (nur Triest) – Gedenken an die Vereinigung 1918
7. Dezember (nur Mailand) – Sant’Ambrogio
8. Dezember – Mariä Empfängnis – Immacolata
25. Dezember – Weihnachten – Natale
26. Dezember – Stefanitag – Santo Stefano
31. Dezember – Silvester – San Silvestro
Wann Sie nicht unbedingt in Italien reisen sollten
• rund um den 15. August (Ferragosto): viele Büros und Betriebe geschlossen.
• zwischen 25. April und 1. Mai: erste große Reisewelle der Italiener,
viele besuchen Verwandte im Inland – Unterkünfte frühzeitig reservieren!
Banken
„Banca“ bedeutet Bank, „Cambio“ bezeichnet eine Wechselstube. Banken sind in der Regel von Montag bis Freitag von etwa 08:30 bis 13:30 Uhr geöffnet. Viele Filialen öffnen zusätzlich an zwei Nachmittagen pro Woche für kurze Zeit. Wechselstuben findet man vor allem in touristischen Zentren, Bahnhöfen und Flughäfen.
Einreisebestimmungen
Für österreichische Staatsbürger genügt ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Ein abgelaufener Reisepass wird heute nicht mehr akzeptiert. Grenzkontrollen innerhalb des Schengenraums finden selten statt, dennoch benötigt man einen gültigen Ausweis für Kontrollen im Land sowie beim Check‑in im Hotel.
Für Fahrzeuge ist die „Grüne Karte“ nicht mehr verpflichtend, aber weiterhin empfohlen. Informationen zu Reisen mit dem eigenen Auto erhalten Sie beim ÖAMTC oder ARBÖ. Der Führerschein gilt nicht als gültiges Ausweisdokument.
Gastronomie
Die Italiener nehmen sich Zeit zum Essen – eine Stunde ist normal, zwei Stunden keine Seltenheit. Das sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie essen gehen: Auch Ihr Essen wird nicht im Eiltempo serviert.
Lokale mit englischen, deutschen oder französischen Reklameschildern sind oft auf Touristen ausgerichtet und nicht immer die beste Wahl. Authentischer isst man in einem „ristorante“, einer „trattoria“ oder „osteria“. Eine „tavola calda“ ist ein einfaches Imbisslokal. Pizzerien sind sehr beliebt, aber in manchen Regionen werden Pizzen nur abends serviert.
In fast allen Lokalen wird ein „Coperto“ (Gedeck) verrechnet – meist 1,50 bis 3 Euro pro Person. Es umfasst Brot und Servietten. Üblich ist eine Gesamtrechnung pro Tisch; wenn Sie getrennt zahlen möchten, bitte vorher fragen.
Weitere Tipps zum Thema Essen finden Sie hier.
Antipasti
Antipasti sind kalte Vorspeisen: eingelegtes Gemüse, Meeresfrüchte, Crostini, Aufschnittplatten mit Prosciutto di Parma oder San Daniele, Speck und regionalen Spezialitäten. In Treviso etwa gibt es weiße Polenta mit kleinen Gamberetti.
Primi piatti
Die „Primi“ sind meist Nudelgerichte – und davon gibt es unzählige: cannelloni, fettuccine, lasagne, penne, ravioli, spaghetti, tagliatelle, tortellini usw. Entscheidend ist die Sauce, und darin sind die Italiener wahre Meister: bolognese (Ragù), boscaiola, carbonara, amatriciana, pesto und viele regionale Varianten.
Auch Suppen oder „Insalata Caprese“ (Tomaten, Mozzarella, Basilikum) gehören zu den Primi.
Secondo
Der „Secondo“ ist das Hauptgericht: Fleisch, Wild („caccia“) oder Fisch („pesce“). Beliebt sind etwa „bistecca alla fiorentina“, „filetto“, Geflügelgerichte oder „fegato alla veneziana“ (Kalbsleber mit Zwiebeln). Fleisch und Fisch sind in Italien vergleichsweise teuer.
Formaggio – Käse
Bel Paese und Gorgonzola sind weit verbreitet. Weitere Sorten: Pecorino (Sardinien, Latium, Toskana), Provolone, Mozzarella di Bufala, Parmigiano Reggiano (Parmesan), Asiago (Veneto/Trentino). Mehr Informationen zu Parmesan finden Sie hier.
Dolce
Zu den beliebten Süßspeisen zählen „zuppa inglese“, „crème caramel“, „tiramisù“, frisches Obst der Saison („frutta fresca“) und natürlich das berühmte italienische Eis („gelato“). Auch „fragole con panna“ (Erdbeeren mit Schlagobers) sind beliebt.
Dazu trinkt man:
Vor dem Essen einen „aperitivo“ (z. B. Campari, Aperol, Vermouth). Zum Essen einen Wein – oft als „vino della casa“ (Hauswein), der meist sehr gut ist. Mineralwasser gibt es als „acqua frizzante/gasata“ (mit Kohlensäure) oder „naturale/non gasata“ (ohne Kohlensäure).
Beim Kaffee gibt es viele Varianten: „caffellatte“ (Frühstückskaffee), „espresso“, „cappuccino“, „caffè macchiato“ (Espresso mit einem Tropfen Milch), „caffè corretto“ (Espresso mit einem Schuss Grappa oder Likör). Nach dem Essen trinkt man gerne einen Amaretto oder einen „Amaro“ (Kräuterlikör).
Kleidung
In den meisten Restaurants sind Krawatte oder Jackett nicht erforderlich. Lediglich in gehobenen 4‑Sterne‑Häusern oder Luxusrestaurants kann elegante Kleidung erwartet werden. Beim Besuch von Kirchen und religiösen Stätten sollte man jedoch auf angemessene Kleidung achten: Schultern und Knie sollten bedeckt sein. Für Männer sind kurze Hosen oft unerwünscht, für Frauen gelten ärmellose Tops oder sehr kurze Röcke als unpassend. In vielen Kirchen – etwa im Petersdom – wird der Dresscode weiterhin kontrolliert, auch wenn er nicht mehr überall streng gehandhabt wird.
Klima
Italien liegt überwiegend im Einflussbereich des Mittelmeerklimas: milde Winter und heiße, trockene Sommer. Je weiter südlich, desto ausgeprägter sind diese Merkmale. Für Frühling und Herbst empfiehlt sich immer ein Pullover oder eine leichte Jacke. Im Winter muss man – je nach Region – mit Regen, in Norditalien auch mit Schnee rechnen. Südtirol, das Aostatal sowie Teile von Venetien, Lombardei und Piemont haben alpines Klima. Für Wanderungen in Bergregionen sollte man entsprechende Kleidung und Ausrüstung mitnehmen und lokale Hinweise beachten.
Krankenschein und Gesundheitswesen
Die europäische Krankenversicherungskarte (EKVK) gilt auch in Italien. Trotzdem kann es vorkommen, dass Ärzte oder Apotheken eine Barzahlung verlangen. Eine zusätzliche Reiseversicherung, die diese Kosten ersetzt, ist daher empfehlenswert. Weitere Informationen zum italienischen Gesundheitssystem finden Sie hier.
Kriminalität
Gewaltverbrechen sind selten, Kleinkriminalität (Taschendiebstahl, Autoeinbrüche) kommt jedoch vor – besonders in touristischen Zentren. Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen lassen sich Probleme meist vermeiden:
Bewahren Sie wichtige Dokumente, Pässe und nicht benötigtes Bargeld im Hotelsafe auf. Tragen Sie Geldbörse und Handy nicht in der Gesäßtasche, sondern körpernah. Handtaschen sollten auf der von der Straße abgewandten Seite getragen werden, um Moped‑Dieben keine Chance zu geben. Meiden Sie Menschenansammlungen und seien Sie aufmerksam, wenn Sie angesprochen werden oder Kindergruppen sich nähern.
Beim Einkaufen:
Zeigen Sie nicht den gesamten Inhalt Ihrer Geldbörse. Seien Sie vorsichtig bei Straßenverkäufern – oft handelt es sich um minderwertige Ware oder um Betrugsversuche. Achten Sie auf korrektes Wechselgeld.
Beim Parken:
Lassen Sie das Handschuhfach offen und sichtbar leer. Wertgegenstände niemals im Auto zurücklassen. Autoradios sind heute meist fest verbaut – falls nicht, sollten sie mitgenommen werden. Bei Diebstahl benötigen Sie für die Anzeige eine „carta bollata“, erhältlich in Tabacchi‑Läden.
Mautgebühren in Italien
Italien hat ein weit verzweigtes Autobahnmautsystem. Die meisten Autobahnen sind gebührenpflichtig – mit Ausnahme einiger Abschnitte im Süden (z. B. rund um Neapel und südlich von Salerno). Die Maut wird nach gefahrenen Kilometern berechnet.
Am Beginn einer mautpflichtigen Strecke zieht man ein Ticket, das bei der Ausfahrt oder an Zwischenstationen (z. B. Bologna, Rom) vorgelegt wird. Bezahlen kann man bar, mit Kreditkarte oder mit der elektronischen Telepass‑Box (Funkmaut). Telepass wird inzwischen auch von vielen ausländischen Anbietern angeboten.
Papstaudienzen in Rom
Die Generalaudienz des Papstes findet in der Regel jeden Mittwochvormittag statt – entweder auf dem Petersplatz oder in der Audienzhalle (Aula Paolo VI). Aktuelle Informationen und kostenlose Tickets erhalten Sie beim Pilgerzentrum Rom.
Öffnungszeiten
Banken: meist 08:30–13:30 Uhr, teilweise zusätzlich kurze Nachmittagsöffnungen. Samstags, sonn- und feiertags geschlossen.
Postämter: 08:30–14:00 Uhr; größere Filialen und Flughafenpostämter haben längere Öffnungszeiten.
Geschäfte: 09:00–13:00 Uhr und 15:30/16:00–19:30/20:00 Uhr. Viele Geschäfte – besonders in Städten und Touristengebieten – haben durchgehend geöffnet oder auch sonntags am Vormittag offen. Ein wöchentlicher „halber Ruhetag“ ist weiterhin üblich, variiert aber regional.
Rauchen verboten!
Italien hat seit 2005 eines der strengsten Antirauchergesetze Europas. Rauchen ist in allen öffentlichen Gebäuden, Restaurants, Bars, Cafés, Bahnhöfen und öffentlichen Verkehrsmitteln verboten. Bei Verstößen drohen Strafen zwischen 27 und 275 Euro; bei Anwesenheit von Schwangeren oder Minderjährigen können die Strafen verdoppelt werden.
Rechnungslegungspflicht
In Italien müssen Unternehmen für jeden Kauf oder jede Konsumation ein „scontrino“ (Kassenbon) oder eine „ricevuta fiscale“ ausstellen. Die Finanzpolizei ist berechtigt, Konsumenten in der Umgebung des Geschäfts zu kontrollieren – daher immer eine Quittung verlangen.
Stromspannung
Die Stromspannung beträgt in ganz Italien 230 Volt Wechselstrom (wie in Österreich und Deutschland). Ältere Angaben zu 110–130 Volt sind überholt. Für viele Geräte benötigen Sie jedoch einen Adapter, da in Italien häufig der dreipolige Typ‑L‑Stecker verwendet wird. Adapter („spina di adattamento“) sind in Hotels nicht immer erhältlich – am besten selbst mitbringen.
Telefonieren
Vorwahlen:
Von Österreich nach Italien: 0039 – Ortsvorwahl mit führender Null – Rufnummer
Von Italien nach Österreich: 0043 – Ortsvorwahl ohne Null – Rufnummer
In Italien muss die Ortsvorwahl immer mitgewählt werden – auch bei Gesprächen innerhalb derselben Stadt (z. B. Rom: 06…, Venedig: 041…).
Telefonzellen und Telefonmünzen („Gettoni“) sind praktisch verschwunden. Falls man noch öffentliche Telefone findet, funktionieren sie mit Telefonkarten.
Mobiltelefon:
Bei Anrufen innerhalb Italiens zahlt der Anrufer nur nationale Gebühren. Bei internationalen Gesprächen trägt der Angerufene die Roamingkosten – es sei denn, er nutzt einen EU‑Tarif (innerhalb der EU gelten seit 2017 keine Roamingaufschläge mehr).
Telefonieren mit dem Handy am Steuer ist streng verboten und wird hoch bestraft.
„Mobiltelefon“ heißt auf Italienisch „cellulare“ oder „telefonino“.
Nützliche Telefonnummern:
112 – Europäischer Notruf (Polizei, Rettung, Feuerwehr)
113 – Polizei (Polizia di Stato)
115 – Feuerwehr
118 – Notarzt/Rettung
116 – Pannenhilfe (ACI – Automobilclub Italiano)
ACI‑Auskunft: +39 06 49981 (Informationen zu Straßen, Verkehr, Gebühren)
Trinkgeld
Trinkgeld gibt man in Italien nur bei Zufriedenheit. Etwa 5–10 % sind üblich, oft wird auch einfach aufgerundet. Viele Beschäftigte im Gastgewerbe sind weiterhin auf Trinkgeld angewiesen – und manchmal wirkt ein kleines „extra“ tatsächlich Wunder.
Unterwegs in Italien
Vor einer Reise empfiehlt sich ein Blick auf die aktuellen Hinweise des Automobilclubs (ÖAMTC, ARBÖ oder ACI). Hier einige wichtige Punkte:
Höchstgeschwindigkeiten:
Pkw und Motorräder:
• Landstraßen: 90 km/h
• Schnellstraßen („superstrade“): 110 km/h
• Autobahnen: 130 km/h (bei Regen 110 km/h)
• 150 km/h sind theoretisch möglich, werden aber kaum ausgeschildert
Wohnmobile über 3,5 t und Pkw mit Anhänger:
• Landstraße: 70 km/h
• Schnellstraße: 80 km/h
• Autobahn: 80–100 km/h (je nach Fahrzeugtyp)
Strafen: Italien verhängt sehr hohe Bußgelder. Bei deutlichen Überschreitungen drohen sofortige Zahlungspflicht und Fahrverbote. Kontrollen haben in den letzten Jahren stark zugenommen.
Tagfahrlicht: Außerorts ist Lichtpflicht – auch tagsüber.
Abschleppen: Privates Abschleppen auf Autobahnen ist verboten – nur der ACI darf abschleppen.
Promillegrenze: 0,5
Ladungssicherung: Überstehende Ladung muss mit einem 50×50 cm großen rot‑weiß gestreiften Aluschild gekennzeichnet werden (Kunststoffschilder werden nicht akzeptiert).
Warnweste: Bei einer Panne auf Autobahnen muss beim Verlassen des Fahrzeugs eine reflektierende Warnweste getragen werden. Es empfiehlt sich, für jeden Insassen eine Weste mitzuführen.
Pannenhilfe: ACI‑Pannendienst: 116
Tankstellen: Viele Automaten akzeptieren nur bestimmte Banknoten oder Kreditkarten. „Self“ ist günstiger als „Servito“ (Bedienung).
Ampeln: Auf Abbiegeampeln achten: Geradeaus kann rot sein, während rechts abbiegen erlaubt ist.
Währung
Landeswährung ist der Euro.
Wehrpflicht
Die allgemeine Wehrpflicht wurde am 1. Jänner 2005 abgeschafft. Italien verfügt heute über ein Berufsheer.
Zeitungen und Zeitschriften
Italien hat eine vielfältige Presselandschaft.
Zu den wichtigsten überregionalen Tageszeitungen gehören (mit Erscheinungsort):
• Corriere della Sera (Mailand)
• La Repubblica (Rom)
• La Stampa (Turin)
• Il Messaggero (Rom)
• Il Giornale (Mailand)
Sportzeitungen:
• La Gazzetta dello Sport (Mailand)
• Corriere dello Sport (Rom)
• Tuttosport (Turin)
Fremdsprachige Zeitungen:
• Dolomiten (Bozen, Deutsch)
• Primorski Dnevnik (Triest, Slowenisch)