Urbino – Palazzo Ducale und Dom, Marken, Italien

Kochbücher, Restaurantführer, Slow Food, kulinarische Bücher über Italien

Die Übersicht über meine Literatur- und Buchtipps für Italien finden Sie hier, die gesamte Literaturübersicht finden Sie hier.

Kochbücher mit viel Italien und Bildern
Ein Sommer wie damals
Neapel sehen und genießen – neapolitanische Lebensart und 180 traditionelle Rezepte
Neapel genießen – 100 authentische Rezepte und Lokaltipps
La Pizza – Ein gutes Stück Italien
Triest genießen
Cantinetta Antinori – Zu Tisch in der Toskana
Tutto Pesto und die Pastabox
Venedig genießen
Friaul genießen
Culinaria Italia
Aceto Balsamico
Die echte italienische Küche
Sieben köstliche Reisen
Im Herzen Italiens

Italien genießen und erleben
Weinführer Friaul: Die besten Weine und Winzer, 2014
Bioparadies Toskana
Von Venedig nach Triest
Wein in Friaul
Das neue Piemont
für Venetien
folgende Bücher erschienen in der Reihe Slow Food:
Veneto – Soave und Verona
für die Cinque Terre
für Barolo – Piemont
Venetien und Friaul

Ein Sommer wie damals – Italien. Unvergessliche Rezepte, Musik und Amore

Buch Ein Sommer wie damals – Italien. Unvergessliche Rezepte, Musik und Amore
Ein Sommer wie damals – Italien

Titel hat bei mir falsche Hoffnungen geweckt – im Buch aber gute Rezepte und manche Reiseerinnerung

Der Titel weckte in mir die Hoffnung, von längst Vergangenem zu lesen – von jenen Dingen, die einen Aufenthalt in Italien in den 1970er bis 1990er Jahren so unverwechselbar italienisch machten: etwa Briefmarken oder Zuckerl als Wechselgeld mangels Münzen zu erhalten und Ähnliches.
Irgendwie enttäuschte mich der Inhalt dann – und doch wieder nicht. „Cocco bello“ hört man damals wie heute, „dolce vita“ zu genießen ist ebenfalls zeitlos, und eine Seite mit Titeln italienischer Ohrwürmer von seinerzeit gibt es auch.
Ich glaube, das ist alles, was entfernt an „einen Sommer wie damals“ erinnert. Alle anderen Geschichten und Geschichtchen sind eher gegenwartsbezogen oder kulinarisch. Nicht schlecht – nur eben nicht das, was ich mir unter dem Titel erwartet hatte.

Das Buch des gebürtigen Italieners, der heute in der Schweiz lebt und arbeitet, besteht aber nicht nur aus Erinnerungen an Reiseerlebnisse.
So schreibt er über „bottarga“ von Meeräschen, über verschiedene Tomaten‑Verwendungsmöglichkeiten, über den eigentlich nicht vorhandenen Unterschied zwischen „alice“ und „acciuga“ – Sardellen – und über andere Themen.
Der Großteil des Buches präsentiert Rezepte, allerdings nicht nur von „einem Sommer wie damals“, sondern durchaus von heute.
Vielleicht mit dem Unterschied, dass Del Principe meist originale Rezepte ausgegraben hat. So etwa bei „Spaghetti alla carbonara“: ohne Schlagobers (Sahne) und Schinken, dafür m it „Guanciale“, Schweinebacke.

Aufgeteilt in die klassische Reihenfolge eines italienischen Menüs – Antipasti, Primi, Secondi (Fisch, Fleisch) und Dolci – bietet das Buch 71 Rezepte, alle doppelseitig: eine ganzseitige Farbaufnahme des Gerichts und eine Seite mit der Rezeptur.
Diese sind durchaus einfach nachzukochen. Manchmal ist eine Zutat in Mitteleuropa nicht leicht erhältlich, manchmal schlägt Del Principe Alternativen vor.
Die Bilder der Gerichte sind sehr anregend, die Fotos von „einem Sommer wie damals“ hingegen unterschiedlich in Qualität und Aussage.
So glaube ich etwa, in einem Bild aus Venedig ein Bestattungsboot zu erkennen. Schade, dass es oft keine Bildtexte gibt und der Leser nicht erfährt, wo die jeweiligen Sommeraufnahmen entstanden sind.
Grün‑weiß‑rote Lesebänder erinnern an die italienische Flagge – und daran, wo man zuletzt gelesen hat.

Kalbskotelett „Mailänder Art“, Thunfisch‑Tatar, Oktopus‑Salat, weiße Lasagne, toskanischer Schweinebraten oder Pannacotta mit Sauerkirschen sind Beispiele der Rezepte.
Und weil mir einmal ein Kritiker vorhielt, meine Rezension über ein Kochbuch sei wertlos, weil ich nicht schreibe, wie die Gerichte schmecken, möchte ich hier anmerken:
Mir schmecken alle diese Gerichte – auch die Spaghetti mit Sepiatinte, was nicht jedermanns Geschmack ist.
Aber es kommt eben immer darauf an, wer diese Rezepte wie kocht!
Jedenfalls ist es ein schönes Buch, das Urlaubserinnerungen wecken kann und gleichzeitig bekannte und weniger bekannte Gerichte präsentiert.

Autor: Claudio Del Principe; erschienen 2016 im Verlag Christian Brandstätter, Wien; ISBN 978‑3‑85033‑968‑1


Weinführer Friaul: Die besten Weine und Winzer

Buch Weinführer Friaul: Die besten Weine und Winzer
Weinführer Friaul: Die besten Weine und Winzer

Umfangreiche Informationen mit vielen Tipps zu Winzern, Weinen, Einkaufen und Restaurants

Wenn ein Weinführer rund 270 Seiten stark ist, die Schriftgröße eher klein und die Bilder ebenso kleiner als in einem Bildband, bedeutet das für mich: viel Text.
Und liest man diesen Text, bietet er viel Inhalt und Wissen. Das beginnt schon mit dem einführenden Kapitel, in dem erklärt wird, welchen Zweck dieses Buch erfüllen soll und wie man es am besten verwendet.
Bei der Übersicht fallen mir die Kapitel „Trends beim Wein“ und die vierseitige Beschreibung der Trink‑ und Glaskultur auf.

Messner hat nicht einfach eine Liste von Winzern und Weinen zusammengestellt, sondern beginnt das Buch mit viel Hintergrundinformation, zu der auch ein vierseitiges Weinglossar gehört.
Dann befasst er sich mit den Rebsorten – neben den internationalen natürlich auch mit den autochthonen, also den friaulischen Sorten wie Friulano, Picolit, Ramandolo oder Glera.

„Das Land der Ronchi“ lese ich beim ersten Weinbaugebiet, das Messner beschreibt.
Nach einer einleitenden Beschreibung folgen Porträts von Winzern, versehen mit markanten Titeln wie „ein Vordenker“ oder „einfach gute Weine“.
Viele Weingüter bieten auch Übernachtungsmöglichkeiten (agriturismo) – Messner kennzeichnet das mit einem Bettsymbol, dazu Sterne für die Preisklasse der Weine.
Zwischendurch erklärt er, was Osmizza und Frasca sind, und erzählt Geschichtliches, etwa dass eine Villa „für einen Grafen zu groß, für einen König zu klein“ war.

Einen Besuch des DOC‑Gebiets Friuli Carso, also zwischen Monfalcone und Triest, kann ich nur empfehlen – landschaftlich und kulinarisch.
Messner gibt gute Tipps für Winzerbesuche; den „Prulke“ vom Zidarich sollte man kosten, meine ich aus eigener Erfahrung.
Auch Hinweise, wo man Olivenöl kaufen oder gut essen kann, fehlen nicht.
Manche Wirte, wie den Devetak, wird man suchen müssen – aber es lohnt sich, wie ich selbst weiß.
Auch die Vigneti Pittaro mit ihrem interessanten Weinmuseum kenne ich, die Trattoria Da Toni habe ich ebenfalls in guter Erinnerung.
Und doch: Messner führt nicht alle Geheimtipps an. Das ist gut so – denn etwas sollte der Besucher ja noch selbst entdecken.

Jedenfalls bietet die Liste der Weinfeste am Ende des Buches viele Anlässe, ins Friaul zu reisen, mit diesem Führer in der Hand und wieder etwas Neues zu entdecken.

Autor: Hans Messner; erschienen 2014 im Styria Regional Verlag; ISBN 978‑3‑7012‑0145‑7


Neapel sehen und genießen – neapolitanische Lebensart und 180 traditionelle Rezepte

Buch Neapel sehen und genießen
Neapel sehen und genießen

Herrliche Bilder, schmackhafte Rezepte und viel Lebensfreude vermittelt dieses Buch

„Kurz – das Volk isst sich satt – und verdient sich dabei den Spitz‑ und Schimpfnamen ‚Mangia Foglia‘ – Blattfresser“, so steht es im einleitenden Kapitel „Historie, Anekdoten und Legenden“.
Das nächste Kapitel schildert unter „Leben, Brauch und Tradition“ die Tischkultur in Neapel.
„Die Jahreszeiten, das Hügelland und die Küste“ informiert bereits über Kräuter der neapolitanischen Küche.
Und schließlich beginnen die Rezepte mit „Pasta und Teige – Ratschläge, Techniken und Rezepte“.
Was das Buch bis hierher bietet, ist nicht nur viel Lesenswertes, sondern vor allem Bilder von Menschen – beim Essen, beim Kochen, im Alltag.
Wer nur einen Funken Neugierde in sich trägt, sagt spätestens hier: Da will ich auch hin.

Der Rezeptteil begeistert weiter durch teilweise ganzseitige, teilweise halbseitige Farbfotos mit hungrig machenden Inhalten.
Sehr gut gelöst sind die Rezeptbeschreibungen durch die Kombination aus magerem und fettem Schriftschnitt sowie klar getrennten Absätzen der Zubereitung, die jeweils mit einem kleinen roten Häkchen beginnen.
Auch gibt es keine optisch starre Seiteneinteilung – jede Seite wirkt anders, ohne unruhig zu sein.
Die Rezepte sind einfach zu lesen, und zwischendurch gibt der Autor immer wieder Kochtipps.
Ein paar Beispiele zum Gusto machen: Saftiger Reisauflauf mit Fleischbällchen, Miesmuschelsuppe mit Tomaten, Nudeln mit Kürbis „Lunga di Napoli“, Linguine mit Garnelen und Kürbisblüten, Kaninchen mit Weißwein, Basilikum und San‑Marzano‑Tomaten, Oktopusse nach Lucianer Art, knusprige Muscheln aus Blätterteig mit Ricotta und kandierten Früchten oder Baba, die neapolitanische Variante des Gugelhupfs.

Das letzte Kapitel – „Von der Kunst des Genießens zur Kunst des Verdauens“ – wird mit einem doppelseitigen Bild eingeleitet:
Ein etwas beleibter Italiener hält neben seinem kleinen Verkaufsstand für „Granita di Limone“ ein Nickerchen.
Das Kapitel selbst führt den Leser in neapolitanischen Kaffee, heiße Schokolade, Mandelsirup, Limoncello, Basilikumschnaps und andere Eigenheiten der Neapolitaner ein.

Nach dem Rezeptregister und dem Literaturverzeichnis endet dieses herrliche Buch mit einem Lobpreis an die Frauen:
„Beato fra le donne!“ – eine Danksagung an alle Frauen, die den Autor unterstützt haben.
Finde ich sehr nett.

Erschienen 2012 im Pichler Verlag; Autor: Dario Santangelo; Fotos: Diego Santangelo; ISBN 978‑3‑85431‑608‑4


Neapel genießen – 100 authentische Rezepte und Lokaltipps

Italienische, authentische Küche – nicht nur zum Kochen, sondern auch zum Lesen und Anschauen

Gibt es eine „cucina napoletana“, eine neapolitanische Küche?
Warum findet man in den Restaurants von Neapel fast keine Vorspeisen auf der Speisekarte?
Was hat die Küche Neapels mit den Griechen zu tun?
Bücher von Sievers sind nie nur Kochbücher, sondern immer auch Geschichtsbücher und Beschreibungen von Mentalitäten und Menschen.
Schon in seinem achtseitigen Vorwort erfährt der Leser viel Hintergrundinformation über die Küche am Golf von Neapel.
Dann folgt ein mehrseitiges Kapitel über die Küche im griechisch‑römischen Zeitalter und darüber, was man davon heute noch isst (Pfannkuchen, Gerstenbrei, toronischer Fisch u. a.).

Im Kapitel über die „cucina povera“, die „Arme‑Leute‑Küche“, schildert Sievers, wie die Neapolitaner zu ihrem Spitznamen „mangiamaccheroni“ kamen und berichtet über die Geschmacklosigkeit der Reichsten der Stadt im 19. Jahrhundert – sie sahen der ausgehungerten Bevölkerung zu, wenn diese auf Einladung der Reichen sich durch Landschaften von Brei fraß.

(Fast) kein Rezept ohne eine kürzere oder längere Einleitung über dessen Entstehungsgeschichte oder Hintergründe.
Spezielle Begriffe wie „Caciocavallo“ (ein sehr traditioneller Käse) werden in einem Glossar am Ende des Buches erklärt.
Natürlich widmet sich Sievers auch ausführlich der Pizza, der Calzone und pikanten Torten.
Auf 16 Seiten gibt es viel Information und zehn Rezepte, etwa für eine rustikale Endivien‑Pizza.

Hauptgerichte wie Spaghetti mit Fleischbällchen, Maccheroni mit klassischem neapolitanischem Ragout oder „O’ pere e o’ musso“ (Fuß und Kopf vom Kalb), Lammkeule aus dem Ofen oder Fisch in pikanter Sauce – alle Rezepte sind gut und klar beschrieben, die Zutaten auch in Mitteleuropa erhältlich.
Bei den Salaten, Gemüsen, Eiergerichten und Gemüseeintöpfen finde ich auch das allseits bekannte Rezept für „insalata caprese“ – den Tomaten‑Mozzarella‑Basilikum‑Salat – ebenso wie einen Salat aus gekochten Garnelen oder den Eintopf „Maritata“.
Bevor Sievers einige Restauranttipps gibt, folgen Vorschläge für Süßes, Früchte und Liköre, u. a. Struffoli (Honiggebäck), Sfogliatelle (süße gefüllte Teigtaschen) oder Limoncello‑Kuchen mit dem Zitronenlikör Limoncello.

Zu allem gibt es appetitanregende Bilder sowie Eindrücke von Menschen und dem Leben am Markt und in Restaurants.
Aus den Texten spürt man die persönliche Erfahrung des Autors und seine gute Recherchearbeit.
Es ist rundum ein gelungenes Stück italienischer, authentischer Küche – nicht nur zum Kochen, sondern auch zum Lesen und Anschauen.

Erschienen 2012 im Christian Brandstätter Verlag, Wien; Autor: Gerd Wolfgang Sievers; ISBN 978‑3‑85033‑601‑7


Bioparadies Toskana: Zu Gast bei 100 Bio‑Produzenten

Bioproduzenten aus ganz Europa leben und arbeiten in der Toskana

Frau Telsche Peters aus Kiel im Norden Deutschlands lebt in Montalcino im Süden der Toskana und schrieb dieses Buch.
Der Großvater eines Winzers war der erste Kameramann von Alfred Hitchcock, Gabriele dal Prato experimentiert in seinen Weingärten mit den Klängen einer Posaune, das Gut „Caia Rosso“ ist nach den Prinzipien der chinesischen Harmonielehre Feng Shui gestaltet.
Von den rund 100 vorgestellten Produzenten sind etwas mehr als die Hälfte im Besitz „echter“ Toskaner, ein Viertel gehört Zugezogenen aus allen Regionen Italiens, der Rest Deutschen, Schweizern, Engländern, Niederländern, Franzosen – ja sogar einem Japaner.
Einige der vorgestellten Güter sind Kooperativen oder werden von Verwaltern geführt.

Soweit der auf den ersten Blick kurios anmutende Überblick über die Besitzerverhältnisse in der Toskana.
Frau Peters hat es aber sehr gut verstanden, jedes Unternehmen auf meist zwei Seiten treffend zu charakterisieren.
Wer denkt, alle 100 Güter würden in gleichförmigen, monotonen Texten dargestellt, irrt.
Jeder Beitrag beginnt anders, hat eine eigene Tonalität, beleuchtet eine andere Facette und lässt durchaus auch persönliche Gefühle der Autorin einfließen.
„Da merkte ich erst, wie viel Zuneigung ich zu dem Weingut spürte“ (Villa Pomona).
Den Verwalter von „Il Palagio“, dem Gut des englischen Musikers Sting, bezeichnet sie als „etwas spröden Gutsverwalter“ – was vermuten lässt, dass der Herr nicht besonders redselig oder gastfreundlich war.

Peters gräbt auch Kurioses aus.
So beschreibt sie die „Locanda Vesuna“ und erzählt, dass dort auch schon der amtierende Dalai Lama übernachtet hatte.
Sie stellt nicht nur biologische Weingüter vor, sondern auch Betriebe, die Käse, Kräuter, Obst, Honig und andere biologische Produkte herstellen.
Damit der Leser überhaupt weiß, was „Bio“ bedeutet, gibt sie eine vierseitige Einleitung dazu, samt den Internetadressen der Zertifizierungsorganisationen in der Toskana – dreizehn an der Zahl.

Jedem Produzenten ist ein Infokasten zugeordnet (Adresse, Zertifizierung, gesprochene Sprachen, Öffnungszeiten, akzeptierte Kreditkarten, Besuchsmöglichkeiten und Hinweise auf Importeure in Mitteleuropa).
Interessant sind auch die Informationen über die früheren Berufe der Winzer oder „Bauern“: Ärzte, Manager, Banker, Aussteiger, Pensionisten und viele andere Berufszweige sind darunter.

Erschienen 2011 im Styria Regional Verlag; Autorin: Telsche Peters; ISBN 3‑7012‑0059‑9


La Pizza – Ein gutes Stück Italien

Ein an und für sich sehr gutes Geschichts‑ und Kochbuch, in dem allerdings ein Viertel der Bilder unscharf ist

Das Buch besteht im Wesentlichen aus drei Teilen: 83 Seiten mit ganzseitigen oder mehreren kleineren Bildern, 43 Seiten mit Pizza‑Rezepten und der restliche Teil der insgesamt 167 Seiten enthält Informationen über die Entstehung der Pizza und vor allem über Neapel, ihre wahrscheinliche (Neu‑)Geburtsstätte.

Vorweg – ausnahmsweise gleich das große Manko dieses Buches:
20 der 83 Bildseiten zeigen unscharfe, teilweise völlig inhaltslose Fotos.
Ich bin da nicht überkritisch und lasse gern das eine oder andere künstlerisch unscharfe Bild als Stimmungsbild gelten.
Aber hier sind es definitiv zu viele.
Beispielsweise ist das Bild von Totò, dem berühmten neapolitanischen Schauspieler, völlig verwackelt.
Der schwedische Autor hatte das Buch bereits im Jahr 2000 auf Schwedisch veröffentlicht – dennoch wäre es bei der deutschen Neuauflage möglich gewesen, mangelhafte Bilder auszutauschen.

Trotzdem fällt mein Urteil insgesamt positiv aus.
Der textliche Inhalt ist sehr gut.
Dass der Autor Neapel als „Geburtsstadt“ der Pizza bezeichnet, lasse ich gelten.
Zwar ist Pizza bereits bei den Römern nachgewiesen, aber in der Form, wie wir sie heute kennen, entstand sie wohl erst im 19. Jahrhundert in Neapel.

Bei den Pizza‑Rezepten gibt der Autor authentische Varianten aus der Region rund um den Golf von Neapel.
Wer eine „Pizza Napolitana“ sucht, sucht (nicht ganz) vergebens – sie heißt original „Pizza Marinara“ und wird auch so im Buch geführt.
Calzone, Pizza mit Sardellen, Thunfisch oder Venusmuscheln, mit Rucola oder milden Chilischoten, mit Zwiebeln oder einfach „weiß“ (mit Büffelmozzarella) – 28 Rezepturen samt Grundteig finden sich gut beschrieben im Buch, das mit 18 Adressen der besten Pizzerien Neapels schließt.

Wer also bei den Bildern ein Auge zudrückt (oder ein weiteres, künstlerisches öffnet), wird seine Freude an diesem Buch haben.

Autor: Nikko Amandonico; erschienen 2011 in der edition styria; ISBN 978‑3‑99011‑032‑4


Triest genießen, 200 authentische Rezepte und Lokale

Brückenschlag zwischen der mediterranen und der mitteleuropäischen Küche

Die Gastronomie Triests besteht nicht nur aus dem Restaurant Scabar und seiner hervorragenden Köchin Ami Scabar oder dem Winzer und Öl‑Virtuosen Vitjan Sancin.
Den Beweis dafür liefert Sievers in seinem Buch.
Wer ein Kochbuch mit typisch italienischen Rezepten einer Stadt am Meer erwartet, ist bis zu einem gewissen Grad enttäuscht – für mich allerdings positiv.
Denn die Küche Triests und des Karsts, die Sievers samt Lokalen einbezieht, ist multinational beeinflusst.
Aufgrund der über Jahrhunderte zum österreichischen Kaiserreich gehörenden Stadt finden sich Einflüsse aus Slowenien, Istrien, dem östlichen Mittelmeer, dem Judentum und natürlich der k. k. österreichischen Küche:
Gugelhupf, Dobos‑Torte, Liptauer, Kaiserfleisch oder die Wurstsemmel mit Wiener Würstchen (Frankfurter) sind nur einige Beispiele.

Ein echtes Triestiner Gericht ist die Jota, eine „wässrige Suppe“, deren Ursprung ins 17. Jahrhundert zurückreicht.
Natürlich gibt es auch zahlreiche Speisen mit Zutaten aus dem Meer: Rezepte für Drachenfisch, Thunfisch (z. B. roher Thunfisch mit Olivenmarinade), Sardellen und Sardinen nach Triestiner Art, Fleckerl‑Nudeln mit Tintenfischsoße.
Ein Kennzeichen, dass die Küche stark vom nördlichen Hinterland beeinflusst ist, zeigt sich in der häufigen Verwendung von Fleisch.
„Bollito misto e luqaniqhe“ – die absolute Leibspeise der Triestiner – besteht aus Wiener Würstchen, Krainer Würstel, Kaiserfleisch, gemischtem gekochtem Schweinernen, Schweinerippchen, Schweinekamm, Schweinschulter, ‑kopf und ‑füßen, Rinderzunge und sogar Kuheuter.
Zu diesen Eigenheiten liefert Sievers stets Erklärungen, was das Buch in gewisser Hinsicht zu einem gastronomischen Geschichtsbuch macht.

Vorspeisen, Hauptspeisen, Beilagen, Salate – alles kommt zu Wort, ebenso die Nachspeisen:
Apfelstrudel nach Karst‑Art, Pinze (ein fladenähnliches Feiertagsgebäck), Presnitz – ein typischer Osterkuchen aus der k. k. Monarchie – oder Kaffeecreme (Triest war und ist ein bedeutender Kaffeehandelsplatz; weltberühmt die Firma Illy).

Am Ende des Buches gibt es Lokaltipps, die über den gesamten Karst bis nach Görz reichen, ein Glossar sowie ein Rezeptregister auf Italienisch und Deutsch.
Im Buch verstreut finden sich appetitanregende Bilder von Speisen sowie Fotos von Lokalen und Köchen.
Die Rezepte sind gut verständlich geschrieben, die Zutaten größtenteils auch in Mitteleuropa erhältlich.
Ein Buch, das ich als Brückenschlag zwischen der mediterranen und der mitteleuropäischen Küche bezeichnen würde.

Autor: Gerd Wolfgang Sievers; erschienen 2011 im Christian Brandstätter Verlag; ISBN 978‑3‑85033‑496‑9


Cantinetta Antinori – zu Tisch in der Toskana

Schöne Bilder, viele einfache Rezepte und ein Blick auf das toskanische Unternehmen Antinori

Der Einleitungstext von Frau Wieser über die Toskana, die Küche und die Geschichte der Familie Antinori erweckte bei mir beim Lesen den Eindruck einer gewissen Überschwänglichkeit – fast eines leichten Vergötterns der Familie Antinori und ihrer Leistungen (die in Italien im Zusammenhang mit dem Weinbau durchaus nicht unumstritten sind).
Sie erklärt, wie in Florenz einst durch „Porticciole“ – kleine Fenster in Adelspalästen – landwirtschaftliche Produkte verkauft wurden.
An diese Tradition knüpfen die eleganten vier „Cantinette Antinori“ in Florenz, Zürich, Wien und Moskau wieder an, wenn auch zu anderen Preisen als damals in den Gassen von Florenz.

Viele der über 160 Rezepte sind einfacher Art und meines Erachtens von jedermann gut nachzukochen.
Sie sind nach den vier Jahreszeiten gegliedert, und bei jedem Rezept findet sich eine Weinempfehlung – die allerdings mehrheitlich ein spürbares Loch in die Haushaltskasse reißen dürfte.
Carmen Wieser beschreibt die toskanische Küche als „bodenständig und einfach, aber raffiniert und kulinarisch aufregend zugleich…“.
Den zweiten Teil dieser Aussage finde ich in manchen typisch toskanischen Gerichten durchaus bestätigt: etwa bei den zahlreichen Crostini‑Rezepten, der toskanischen Gemüsesuppe, Kaninchen mit Rosmarin, Polenta mit Salsicce, frittierten Zucchiniblüten, gefüllten Artischocken, Kastanienkuchen oder Mandelkeksen mit Vin Santo.

(Teilweise sehr) schöne Bilder auf den rechten Seiten, die Zutaten und Rezepturen auf den linken Seiten, ein Glossar, das verwendete Begriffe erklärt, sowie ein Rezeptverzeichnis machen dieses Buch zu einem netten Kochbuch.
Für mich ist der Preis allerdings eher aufgrund der guten Bilder und der gelungenen Gestaltung gerechtfertigt – weniger aufgrund der doch vielfach einfachen Rezepte (Beispiele: gefüllte Paprika, Risotto mit Spargel, toskanischer Brotsalat, Omelette, Bohnensuppe, geschmorte Erbsen mit Schinken, gefüllte Zucchini, Hühnchen in Chianti‑Sauce, Kalbsbraten in Kräuter‑Brotkruste, Kalbskotelett, Kutteln, Crème Caramel, Rosmarinbrot, Erdbeertorte, Kranzkuchen, Apfelkuchen).

Es ist also ein Italien‑Kochbuch des guten Durchschnitts, das unter dem Aufhänger der Cantinetta Antinori segelt, aber kaum Überraschungen bereithält.

Erschienen 2010 im Brandstätter Verlag; ISBN 978‑3‑85033‑451‑8


Die Pastabox – eine kulinarische Schatzkiste aus Italien
Die Pastabox – eine kulinarische Schatzkiste aus Italien

Tutto Pesto

Eine ligurische Spezialität erobert Europa

Gut 100 Rezepte bietet dieses kleine, aber feine, knapp 80‑seitige Büchlein:
Pesto mit Bärlauch, Datteln, Fenchel, Kräutern, Minze, Nüssen, Oliven, Pilzen, Tomaten und vielen anderen Zutaten.
Die Rezepte können von jedermann zubereitet werden und sind sehr schmackhaft, wie erste Versuche ergeben haben.
Bei jedem Pesto informieren einige Zeilen über die jeweilige Grundzutat, deren Wirkung und wie man sie richtig verwendet.

Ansgar Pudenz animiert mit ganzseitigen Bildern zahlreicher Zutaten dazu, gleich einmal ein Petersilien‑Pesto oder ein scharfes Thai‑Pesto auszuprobieren.
Ria Lottermoser, die alle Rezepte zusammengetragen hat, weist zwar darauf hin, dass man das Pürieren im Mörser per Hand vornehmen könne – was allerdings sehr aufwendig sei – und dass eine Küchenmaschine oder ein Stabmixer praktischer wären.
Praktischer ja, aber jeder Ligurer schüttelt dabei den Kopf: Das echte Pesto bekommt seinen wahren Geschmack nur im Mörser!

Das Büchlein wurde 2010 von Ria Lottermoser in der edition Styria herausgebracht; ISBN 978‑3‑99011‑008‑9

Die Pastabox – eine kulinarische Schatzkiste aus Italien
Eine informative, ganz nette Idee – aber mehr auch nicht. Pasta‑Rezepte im A5‑Querformat, laminiert, zum Aufstellen am Tisch.
Erschienen 2010 in der edition Styria; ISBN 978‑3‑99011‑010‑2


Venedig genießen, 200 authentische Rezepte und Lokaltipps

Anregende Bilder machen Appetit auf baldiges Ausprobieren der Rezepte

„Sprizz alla venexiana“, „Cicchetti“ wie Thunfischbällchen, Meeresspinne auf venezianische Art, natürlich „Carpaccio di Cipriani“, „Risi e bisi“, Tintenfische im eigenen Saft, gemischtes Kochfleisch auf venezianische Art, venezianische Polenta, venezianischer Pudding, Zabaione (Weinschaum), Kürbis in Milch – das in sieben Kapiteln gegliederte Koch‑ und Bilderbuch gibt dem Leser einen tiefen Einblick in teilweise uralte Rezepte der Lagunenstadt.
Doch Sievers bietet nicht nur Rezepte. Bei vielen erklärt er ihre Geschichte, gibt Tipps und erläutert, weshalb es in der venezianischen Küche kaum Fleischspeisen gibt, dafür umso mehr Gerichte mit Fisch und Geflügel aller Art. Natürlich dominiert das Getier aus dem Meer, aber es gibt auch Rezepte für Eintöpfe, Suppen, Nudelgerichte und Omelettes. Die Rezepte stammen von guten venezianischen Freunden und deren Großmüttern.

Er hat Lieblingsgerichte, bietet manchmal verschiedene Varianten an – man spürt einfach, dass Sievers sich in Venedig vertieft, hineingelebt hat. Auch an der Auswahl seiner Rezepte erkennt man, dass er sich in den Töpfen der Serenissima sehr gut auskennt und alles selbst mindestens einmal gekocht hat.

Appetit anregende Aufnahmen vieler Gerichte und Bilder aus dem Alltagsleben Venedigs machen dieses Rezeptbuch zu einem farbenfrohen „Küchengeschichtsbuch“.
34 Lokaltipps für die Stadt und die Lagune, ein kulinarisches Glossar sowie ein Rezeptregister auf Italienisch und Deutsch vervollständigen dieses auch optisch sehr gut gemachte Buch.

Erschienen 2010 im Christian Brandstätter Verlag; Autor: Gerd Wolfgang Sievers; ISBN 978‑3‑85033‑406‑8


Friaul genießen, 200 authentische Rezepte und Lokaltipps

Ein Buch mit Rezepten ist nur etwas für Köchinnen und Köche?
Grundfalsch – und erst recht nicht zutreffend, wenn es um ein Rezeptbuch aus dem Friaul geht.
Aber aufgepasst: Es geht wirklich nur um das „Friaul“, die nördliche Provinz der Region Friaul‑Julisch Venetien, also jenes Gebiet etwa von Udine bis in die Berge.

Warum dieses Buch für alle und nicht nur für „Ausführende“ ist?
Weil schon das Lesen der Rezepte dem Leser das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.
Und weil Gerd Wolfgang Sievers das Buch mit vielen animierenden Fotos gespickt hat.
Diese alleine lassen mich das Buch immer wieder in die Hand nehmen und darin blättern.

Das übersichtlich gestaltete Buch gliedert sich in Vorspeisen (inkl. kleiner Happen), Suppen und Eintöpfe, Fische und Meeresfrüchte, „Primi Piatti“ (Pasta, Orzotto, Risotto, Gnocchi), „Secondi Piatti“ (Hauptspeisen mit Käse, Geflügel, Fleisch und Fisch), gefolgt von Pilzen, Gemüse und Eierspeisen, und findet in Desserts, Früchten und Likören seinen Abschluss.
Jedes Rezept besteht aus einer Zutatenübersicht und einer gut verständlichen Zubereitungsbeschreibung. Meine Tochter, leidenschaftliche Köchin von Einfachem und Raffiniertem, hat mir bestätigt, dass die Rezepte gut nachzukochen sind – meine eigenen Kochkünste liegen ja eher brach. Da ich die gesamte Region seit 30 Jahren bereise, sind mir viele der Gerichte persönlich bekannt.

Zu einem guten Kochbuch gehören natürlich auch ein kleiner Restaurant‑ und Weinfesteführer, ein Glossar der italienischen Fachausdrücke sowie ein Register Italienisch–Deutsch und Deutsch–Italienisch. All das ist in diesem ansprechenden Buch zu meiner Zufriedenheit vorhanden.

Abschließend noch ein kleiner Vorgeschmack:
„Pirùs e Formadi“ (Birne mit Käse), Garnelen und Tintenfische mit Zitrone, „Sardelle in Savor“ (marinierte Sardellen, typisch für Nordostitalien), karnische Bohnensuppe mit Pasta, „Boreto“ (friulanischer Fischtopf), „Blecs al Tazzelenghe“ (Blecs mit Tazzelenghe‑Sauce), Polenta, „Cjalcions“ (Festtags‑Ravioli), „Frico cu lis Patatis“ (Käse‑Kartoffel‑Speise), „Musèt e brovade“ (Musèt mit sauren Rüben), „Ôcje dal Contadin“ (aromatische Gans), Eselgulasch, Bacchus‑Creme mit Ramandolo, Weihnachts‑Nocchi (Süßes), Pistum, Gubana, Maroni‑ oder Ricotta‑Torte.

Erschienen 2009 im Christian Brandstätter Verlag; ISBN 978‑3‑85033‑228‑6


Von Venedig nach Triest – Traumstraße der Genüsse

So heiter wie die drei Herren am Titelbild, so heiter ist auch das Buch selbst!
Etwas mehr als 160 Ristoranti, Trattorie und Hosterie zwischen Venedig und Triest, zwischen Autobahn und Küste, werden von Christoph Wagner beschrieben.

Humorvoll, ehrlich und animierend werden ganz finstere Kneipen ebenso wie ein paar sündteure Fresstempel vorgestellt.
Es handelt sich dabei nicht um Eindrücke eines einmaligen Kurzbesuchs, sondern um das Ergebnis jahrelanger, wiederholter Erlebnisse.
Wagner weist in seinen einleitenden Worten darauf hin, dass ein im Buch erwähnter Kellner bei Ihrem Besuch vielleicht schon in Pension sein könnte oder nicht mehr die Mama, sondern ihre Tochter das berühmte Polenta‑Gericht kocht.

Herrliche Fotos von Kurt‑Michael Westermann lassen dem Leser das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Doch es finden sich nicht nur trockene Informationen wie Öffnungszeiten oder Telefonnummern.
Hintergrundgeschichten über einzelne Restaurants und deren Besitzer, Aufstieg und Fall eines Gourmettempels sowie allgemeine Informationen über Stadtviertel von Venedig, Landstriche oder Städte – stets aus kulinarischem Blickwinkel – ergeben ein sehr lebendiges Buch.

Lesen Sie also selbst vom Gänsebraten im Birnbaumschatten, vom Panini‑König von San Bartolomeo, vom Lokal „…C’era una volta“ (… es war einmal …), von der Villa des lüsternen Bischofs, von der Operation Wildsau oder vom Lokal „Zur geschmacklichen Einheit“.
Ein Buch, das auch dem Kenner der Region noch einiges Neues bietet!

Erschienen im Carinthia Verlag; die mir vorliegende Ausgabe ist bereits die zweite Auflage von 2007; ISBN‑10: 3‑85378‑611‑1; ISBN‑13: 978‑3‑85378‑611‑6


Wein in Friaul, Vom Collio bis zur Adria. Winzer, Wege, Wissenswertes

Also, gleich einmal vorweg: Evelyn Rupperti, von der viele Texte stammen, Hannes Tschemernjak, von dem das Expertenwissen ins Buch einfloss, und Ferdinand Neumüller, dem exzellente Momentaufnahmen im und vom Friaul und seinem Wein gelangen, sei ein Kompliment ausgesprochen: Kenner, Könner – und ein Buch für viele Leser!

Der Wermutstropfen für mich ist die eigenartige Gestaltung des Layouts in Bezug auf verwendete Schriftarten und -größen: zu viele, zu unterschiedliche Schriftarten und -größen machen das Buch für mich schwer lesbar und etwas unübersichtlich (Überschriften sind kleiner als die Texte darunter …).

Aber zurück zum Inhalt.

Rupperti und Tschemernjak berichten nicht bloß über Wein und Weinbauern.
Sie schreiben kompetent und fachlich über alles, was sich rund um den Wein dreht:
Geschichtliches, verschiedene Rebsorten (darunter viel Wissen über alte Sorten wie die Glera), die Philosophie der Winzer, mögliche Einkehr- und Verkostorte.
Dazu gibt es wirklich animierende Bilder: Weinreben, Weinkeller, Menschen, stimmungsvolle Arrangements von Bouteillen, unterhaltsame Aufnahmen aus den Weingärten – und vor allem Porträts jener Menschen, die hinter den Weinen stehen: der Winzer.

Jedem Winzer ist ein Adressfeld mit E‑Mail, Telefon, Internetadresse usw. zugeordnet.
Erklärungen, was ein „Tajut“ ist, Streifzüge durch Lokale, etwa in Görz – all das zeigt, dass beide Autoren nicht einfach Winzer, Unterkünfte oder Restaurants aufzählen, weil sie existieren.
Nein, sie kennen sich atmosphärisch sehr gut aus.
Sie wissen genau, was gut ist – und was lieber unerwähnt bleiben sollte (was durchaus seinen Grund hat). Selbst die „Fachberichte“ über Winzer und ihre Weine sind so interessant und abwechslungsreich, dass sie eigentlich jedermann genießen kann.

Mir macht das Buch unheimlich viel Spaß und Freude.
Von vielen der darin angeführten Winzer habe ich schon gehört oder kenne sie von eigenen Besuchen. Durch zahlreiche Ergänzungen – etwa wo welches Olivenöl erzeugt wird, was man bei einer Verkostung beachten sollte und vieles mehr – ist es auch ein Reisehandbuch.
Aber nicht für den eiligen Touristen, sondern für den Genussreisenden!

Die Autoren:
Die Villacherin Evelyn Rupperti brachte die Texte in Hochform.
Der Kärntner Kenner der europäischen Weinkultur, Hannes Tschemernjak, steuerte sein Fachwissen und jahrzehntelange persönliche Erfahrung bei.
Ferdinand Neumüller brachte all seine fotografischen Kenntnisse in gelungene Bilder ein.
Erschienen im Verlag Carinthia
ISBN 978‑3‑85378‑635‑2


Das neue Piemont

Im Land von Barolo, Trüffel und Slow Food – Porträt einer Genussregion

Herbert Hacker und Joachim Riedl streifen durch das Land, Le Langhe genannt – den südlichen Teil der westlichsten Region Italiens.
Dort, wo die Hochkultur des Essens und des Weines zu Hause ist.
Herrliche Bilder von Michael Leischner machen Lust auf ein Piemont für Genießer.
Spektakuläre Bauwerke erwarten den Reisenden nicht, wohl aber auf (fast) jedem Hügel kleine und größere Dörfer, allesamt mit langer Geschichte und Tradition.

Das Buch bietet einen interessant geschriebenen geschichtlichen Überblick, bevor es auf die „Fundamente“ der Region zu sprechen kommt:
über Weinberge, den Nebbiolo, die Patriarchen Angelo Gaja und Giacomo Bologna, über Gaumenfreuden und den Trüffel.
Es werden traditionelle und moderne – ja, sehr moderne – Restaurants vorgestellt.
Was die Slow Food‑Organisation bedeutet, Rezepte aus der Region, ein kleiner, aber gut gestalteter Adressteil (Hotels, Restaurants, Delikatessengeschäfte) und eine Übersichtskarte runden dieses angenehm zu lesende Buch ab. Ich freue mich, dieses Buch gefunden zu haben!
Bilder aus der Region auf meiner Piemont‑Bilderseite.

Erschienen im Verlag Carinthia, 2006; ISBN 3‑85378‑590‑5


Veneto, Soave und Verona

Dieses Büchlein, erschienen in der Reihe von Slow Food – Unterwegs zu Wein und Kultur – im Hallwag Verlag (2006, ISBN 3‑7742‑0917‑0), entführt den Leser zunächst nach Verona.
Doch bald schon verlässt man die Stadt und fährt südöstlich und östlich in die Weinberge, in die Berge von Lessinien, wo die Dörfer der Zimbern zu finden sind.
Der „Rundweg der 10 Bildstöcke“ wird einem schmackhaft gemacht – für Wanderer wie Radfahrer.
Es gibt Hintergrundinformationen über die Weinlese, über die Eishäuser Lessiniens, die Schlachtfeste und vieles mehr.

Natürlich gibt es auch Restaurant‑, Hotel‑ und Winzerempfehlungen.
Rund 135 Seiten geballte Information für den Genießer, der nicht auf Kilometer aus ist, sondern auf Erleben.


Buch Aceto Balsamico – Balsamessig
Aceto Balsamico – Balsamessig

Aceto Balsamico – Balsamessig

Ein kleines Büchlein mit etwas mehr als 100 Seiten „von der edlen Würze aus Traubenmost“.
Geschichtliche Notizen leiten über zum Kapitel, was Essig überhaupt ist, und anschließend wird ausführlich die Entstehung und Verwendung von Balsamico beschrieben.

Einige Rezepte wie „Meeresfrüchtesalat“, „Forelle mit Balsamico“, „Gemüsezwiebel mit Honig“ oder „Spiegeleier mit Balsamico“ runden dieses Slow Food‑Buch ab.

Erschienen in der Edition Spangenberg bei Droemer Knaur, 1995; ISBN 3‑426‑26884‑1; italienische Originalausgabe 1994 bei Nardini Editore, Fiesole (Florenz)


Venetien und Friaul

   Dieses Buch liebe ich! Sein Untertitel: Reisen und Genießen!
Geschichten über Essen, Lokale und Sehenswürdigkeiten, gespickt mit zahlreichen lustmachenden Bildern. Dazwischen findet sich das eine oder andere Rezept.
Kleine, laminierte Kärtchen, die man auf Reisen mitnehmen kann, ergänzen dieses wirklich schöne Buch.

   Erschienen im Econ Ullstein List Verlag GmbH & Co. KG, München, 2000; ISBN 3‑517‑06207‑3


Im Herzen Italiens

… die schönsten Regionen zum Reisen, Schlemmen und Genießen …
verspricht der Untertitel dieses Bildbandes mit zahlreichen Rezepturen und Informationen.
Einen Minuspunkt muss ich jedoch anmerken: Zumindest im ersten Teil über das Friaul und Veneto werden etliche Bilder aus dem Buch „Venetien und Friaul“ wiederverwendet, auch Textstellen sind ident, da Bild- und Textautoren dieselben sind. Schade, denn es gäbe sicherlich genügend weiteres „Material“.

Erschienen im C. J. Bucher Verlag GmbH, München, Ausgabe 2004; ISBN 3‑7658‑1489‑X


Culinaria Italia – Italienische Spezialitäten

Ein Buch, das nach Regionen geordnet alles rund um Essen und Trinken präsentiert:
Harry’s Bar, Balsamico, Zitrusfrüchte, Brotbacken, Rezepte der lokalen Küche, Hintergrundinformationen zu einzelnen Gerichten und ihrer Entstehung, eine Übersicht über Nudelarten und Tramezzini, über Zitrusfrüchte und Muscheln – und vieles, vieles mehr!

Erschienen 2000 in der Könemann Verlagsges.m.b.H., Köln; ISBN 3‑8290‑1441‑4


Die echte italienische Küche

Auch dieses Buch von Reinhardt Hess und Sabine Sälzer macht große Lust auf die italienische Küche. Zwar überwiegen die Rezepte, doch bleibt genügend Platz für Einführungen in die jeweiligen Regionen, ergänzt durch Fotos.
Ein Register von A bis Z hilft auch dem italienischen Laien zu mehr Verständnis von „alla genovese“ oder „Culingionis“.

Erschienen 1991 im Gräfe und Unzer Verlag, München; ISBN 3‑7742‑1102‑7


Sieben köstliche Reisen

Peter Lexe und Ferdinand Neumüller schildern kulinarische Entdeckungen aus dem Friaul:
bekannte und weniger bekannte Lokale, Rezepte, viele Fotos – man bekommt Hunger beim Durchblättern …

Erschienen im Carinthia Verlag, Klagenfurt; meine Ausgabe: 1999; ISBN 3‑85378‑497‑6


Eine Buchserie, die ich sehr mag: edition spangenberg bei Droemer Knaur.
Neben den drei Büchern, die ich selbst besitze, gibt es weitere Ausgaben über Amalfi, Ligurien und Sardinien.

… alle mit Einkaufs-, Besichtigungs-, Hotel- und Restauranttipps

… alle mit Rundfahrten-Vorschlägen

… alle mit allerlei Geschichten und Informationen, um Land und Leute zu genießen!


Nicht als Kunstführer zu verstehen, sondern als „Kulturführer“:
von Esskultur über Lebenskultur bis hin zu markanten Sehenswürdigkeiten – die etwas anderen Führer. Ich kann diese Bücher nur empfehlen! Bücher der Reihe Slow Food. ISBN 3‑426‑26971‑6


Mit kleinen Rundreisevorschlägen, Übersichtskarten und interessanten kurzen Beiträgen über Land, Leute und Kulinarium. Natürlich auch zahlreiche Adressen – nicht nur zum Essen oder Weintrinken, sondern auch von Spezialitätengeschäften.