Urbino – Palazzo Ducale und Dom, Marken, Italien

Venetien kennenlernen

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„Verona qui te viderit et non amarit protinus amore perditissimo“ – Verona, wer dich sieht und nicht sogleich in heftige Liebe zu dir entflammt, ist nicht fähig zu lieben oder hasst alles Schöne.

Verona liegt noch in der Region Venetien. Der nahe Gardasee gehört jedoch zu drei verschiedenen Regionen Italiens: Der nördliche Teil zur Region Trentino–Alto Adige (Südtirol), der westliche Teil zur Lombardei und der südöstliche Teil zu Venetien. Die geografische Lage am Beginn des Etschtales (Adige) ließ Verona im Laufe der Geschichte immer wieder zur Schlüsselstelle in Kriegszeiten werden. Noch heute erinnern alte Bunkeranlagen und ein Denkmal Napoleons an die schwierigen Zeiten dieser Region.

Der Gardasee lockt alljährlich Tausende von Urlaubern wegen seines angenehm milden Klimas und seiner begehrten Surfwinde. Die Stadt Verona kann mit anderen Anziehungspunkten aufwarten – etwa den jedes Jahr stattfindenden Festspielen in der Arena di Verona.

Ein Streifzug an den südlichen Ufern des Gardasees ist auch ein Streifzug durch die Geschichte der k. u. k. Monarchie. Als Napoleon den Piemontesen gegen Österreich zu Hilfe eilte, wurden die kleinen Städte der nördlichen Po-Ebene zu Festungen der Österreicher. In Peschiera sieht man noch heute Kasernenteile und die Stadtbefestigung; nur wenige Kilometer südlich des Sees liegt Solferino, wo 1859 die entscheidenden Schlachten stattfanden – Henry Dunant, Augenzeuge dieser Ereignisse, fasste dort den Entschluss zur Gründung des Roten Kreuzes. Mantua, die romantische Stadt am Mincio, war die Schicksalsstadt des Tiroler Freiheitshelden Andreas Hofer.

Asolo – Bassano

Von Abano geht die Fahrt entlang der Brenta über Padua nach Norden. Bei Rosa befindet sich die Villa Dolfin Boldù, die sich in ausgezeichnetem Zustand befindet. Weiter geht es nach Bassano del Grappa. Hier können Sie die wunderschöne Anlage der Villa Bianchi Michiel sehen.

Bassano del Grappa blickt auf eine ereignisreiche Vergangenheit zurück. So war im September 1796 Napoleon Bonaparte für längere Zeit in dieser Stadt. Während des italienischen „Risorgimento“ trugen die Bassaner in besonderem Maße zum Werk der italienischen Befreiung bei. Die Altstadt klettert vom Brentaufer den Hang hinauf zur Burg. Einladende Plätze und schmale Gassen mit vielen Keramikläden sowie ein überwältigendes gastronomisches Angebot laden zum Verweilen ein.

Nicht weit von Bassano del Grappa liegt Asolo – der wohl romantischste Festlandsitz Venedigs. Eine uralte Stadt auf zypressenbestandenen Hügeln. Die Burg bot Caterina Cornaro im 15. Jahrhundert Zuflucht. Sie war von Geburt Venezianerin, Königin von Zypern durch ihre Heirat mit Jakob II., der ebenso wie ihr Sohn auf mysteriöse Weise ermordet wurde. Noch eine andere „Königin“ fand nach einem schmerzhaften Leben ihre letzte Ruhe in Asolo: Eleonora Duse (1858–1924).

Rund um die Stadt: Weinberge, Zypressen, versteckte Villen, Klöster, ein Haus mit seltsam naiven Plastiken, das den Langobarden zugeschrieben wird – und Stille. Über Castelfranco und Padua kehren Sie abends wieder nach Abano zurück.

Euganeische Hügel

Abano, Montegrotto, Battaglia und Galzignano bilden den euganeischen Thermalkomplex, der als einer der wichtigsten und sogar ältesten der Welt gilt. Der römische Dichter Marziale empfiehlt seinen Zeitgenossen Abano als Ort für „Kur und Erholung“. Die tatsächliche Entwicklung des Kurortes begann jedoch erst am Anfang des 18. Jahrhunderts.

Die berühmtesten Ärzte haben in den letzten Jahrzehnten über die fangotherapeutische Heilwirkung des euganeischen Beckens zahlreiche Erklärungen abgegeben, die Bände füllen. Der Reichtum dieses Beckens gründet sich auf seinem unerschöpflichen Vorrat an Thermalwasser, das mit einer Schüttung von ungefähr 15 hl/min hervorsprudelt. Es erreicht dabei Temperaturen bis zu 87 °C und zählt somit zu den heißesten Thermalquellen Italiens.

Das Thermalwasser stammt aus den „Kleinen Dolomiten“, dringt bis in eine Tiefe von rund 3.000 m vor und erscheint dann – nach einer etwa 50 Jahre dauernden, gemächlichen Reise tief im Erdinneren – wieder an der Oberfläche.

Die Weinstraße der Colli Euganei

Die Euganeischen Hügel sind durch ihre vulkanische Bodenbeschaffenheit und die günstige Lage der Hänge ein für den Weinbau hervorragend geeignetes Gebiet. Die estenische Bevölkerung hat den Weinbau in dieser Gegend bereits um das Jahr 500 v. Chr. gepflegt; in den Nekropolen dieser Zeit wurden unter den Hausgeräten auch irdene Weinbecher gefunden.

Die Qualität der Weine, schon von den Römern geschätzt, wurde im Mittelalter vor allem auf den zu Klöstern gehörenden Weingütern weiter verbessert. Der Dichter Petrarca ließ sich durch die Erzeugnisse seines Weinberges in Arquà von der Abstinenz bekehren und pries den Wein als Spender von Ruhe und Trost für die Seele.

Drei Hauptgruppen von Weinen werden hier produziert: der „Colli Euganei bianco“, ein Weißwein mit einem Alkoholgehalt von mindestens 10,5 %; der „Colli Euganei rosso“, ein Rotwein mit mindestens 11 % Alkohol und einem starken, charakteristischen Bouquet; sowie der „Colli Euganei moscato“, ein Schaumwein mit ausgeprägtem Muskatellerduft.

In der Nähe von Abano, in Richtung Torreglia, liegt der Hügel San Daniele mit dem gleichnamigen Kloster. Bei Luvigliano findet man in einem verborgen liegenden Tal die prachtvolle Villa „dei Vescovi“, die für den Bischof von Padua, Francesco Pisani, erbaut wurde. Über Torreglia und Galzignano gelangen Sie nach Valsanzibio. Dort befindet sich die schönste Gartenanlage der ganzen Gegend, ausgestattet mit allen in der Gartenarchitektur des 17. Jahrhunderts beliebten Merkmalen: einem Labyrinth, Wasserspielen, theatralisch wirkenden Parkwegen, Statuen und plätschernden Brunnen.

Im schönen, alten Dorf Arquà kann man das Haus besichtigen, das die Stadt Padua dem Dichter Petrarca geschenkt hatte.

Ferrara und das Po-Delta

Der heutige Ausflug bringt Sie in eine bei uns wenig bekannte, jedoch umso interessantere Gegend – in das Gebiet von Ferrara und in das Po-Delta.

Sie fahren von Abano auf der Autobahn bis Rovigo, einer kleinen, lebendigen Stadt mit mittelalterlichen Befestigungen und herrlichen venezianischen Bauten. Im Hinterland, in Fratta Polesine, errichtete Andrea Palladio eines seiner schönsten Landhäuser: die Villa Badoer. Danach erreichen Sie Ferrara.

Ferrara war der Hauptsitz der mächtigen Herrscherfamilie Este, die enge Verbindungen zum Hause Habsburg hatte. Diese Familie galt als eine der ausgefallensten der italienischen Renaissance und unterstützte sehr großzügig alle Arten der Kunst. Die Stadt liegt heute nur neun Meter über dem Meeresspiegel und wurde seit jeher immer wieder von Überschwemmungen heimgesucht. Etwa 140.000 Einwohner leben hier – in einer Stadt, die glücklicherweise von großen Industrien und Ölraffinerien verschont geblieben ist. Die Landwirtschaft spielt auch heute noch eine bedeutende Rolle.

Sie haben Zeit für einen Rundgang durch die herrlich erhaltene Altstadt mit Dom und Castello. Auch die Mittagspause verbringen Sie in Ferrara.

Am Nachmittag setzen Sie Ihre Fahrt in das Po-Delta fort. Der Po – der längste Fluss Italiens (652 km) – bildet ein etwa 50 km breites Mündungsdelta, durchzogen von zahlreichen Kanälen und Inseln. Seine Wassermassen schütten das Dreieck des Deltas ständig weiter auf – in den letzten 100 Jahren wuchs es um rund 450 Meter ins Meer. Hier gibt es noch ausgedehnte Naturschutzreservate. Sie sehen das kleine Städtchen Adria, die Stadt, die dem Meer seinen Namen gab.

Bei Contarina erreichen Sie die Staatsstraße 309, die vom Süden – von Ravenna kommend – nach Chioggia im Norden führt. Chioggia, auch „Klein-Venedig“ genannt, liegt aufgrund seiner Lage auf mehreren Inseln am Südrand der Lagune von Venedig. Von hier führt Ihre Reise wieder landeinwärts bis Padua und zurück nach Abano. Rückkehr am Nachmittag, sodass noch Zeit für ein erholsames Bad im Thermalwasser bleibt.

Rund um den Gardasee

Anmerkung: Nicht alle Orte befinden sich im Veneto, eigene liegen in der westlich angrenzenden Region Lombardei.

Gardaland – Spaß und Unterhaltung für Jung und Alt! Auf rund 45 Hektar erwarten Sie zahlreiche Attraktionen in mehreren Themenbereichen. Restaurants, Bars und Imbissmöglichkeiten laden zwischendurch zum Erholen ein. Gardaland liegt am südöstlichen Seeufer, kurz vor Peschiera. Zu den bekannten Attraktionen zählen unter anderem: „Ikarus“, „Das Schloss des Zauberers Merlin“, „Afrika Safari“, „Moonraker“, „Space Lab“, „Elfendorf“, „Canyons“, „Dynamisches Kino“, „Die Korsaren“, „Das Tal der Könige“, „Magic Mountain“, „Kaffeetassen“, „Wolke“, „Peter Pan“, „Top Spin“, „Pferdekarussell“ und viele weitere. (Hinweis: Das Angebot wird laufend modernisiert.)

Parco Giardino Sigurtà – Diese 50 Hektar große Parkanlage gehört zu den schönsten Italiens. Sie liegt am Rand eines Hügels im Dorf Valeggio sul Mincio, südlich des Gardasees. In über 40 Jahren gelang es Graf Dr. Carlo Sigurtà, einen Park mit üppiger Vegetation, weiten Rasenflächen und kleinen Gewässern zu schaffen. Der Park kann zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Parkzug oder mit eigenen Fahrzeugen (je nach Saison) erkundet werden.

Museo dell’Olio – In Cisano di Bardolino, am Ostufer, erfahren Sie im „Ölmuseum“ alles Wissenswerte über die Gewinnung von Olivenöl. Auch geschichtliche Aspekte werden anschaulich dargestellt. Neben dem Museum befindet sich eine Verkaufsstelle für Olivenöl. Der Eintritt ist frei.

Schifffahrt auf dem Gardasee – Motorschiffe und Tragflügelboote verbinden fast alle Orte am See. Ein Motorschiff benötigt etwa eine Stunde von Peschiera nach Garda; ein Tragflügelboot fährt von Riva (Nordende) nach Desenzano (Südende) in rund zwei Stunden.

Autosafari – Im Safaripark am südöstlichen Ufer finden Sie rund 2.000 exotische Tiere, einen botanischen Garten und eine Reptiliensammlung. Ideal für Familien.

Caneva Aquapark – Wasserspaß pur: 30 m hohe und 100 m lange Rutschen, steile Gefälle, Stuntshows, Kamikaze, Trisplash, Black Hole, Anaconda – dies sind nur einige der Highlights des Wasserparks bei Lazise. (Angebot wird laufend modernisiert.)

Seilbahn auf den Monte Baldo – Von Malcesine führt eine moderne Seilbahn von 106 m Meereshöhe auf 1.760 m hinauf in eine herrliche Bergwelt mit imposanten Ausblicken auf den Gardasee und die Landschaft südlich des Sees. Die drehbaren Kabinen bieten ein Rundum‑Panorama.

Il Vittoriale degli Italiani – Das Anwesen des berühmten Gabriele d’Annunzio liegt in Gardone Riviera. In der Villa befinden sich unter anderem das SVA‑Flugzeug, mit dem er im Ersten Weltkrieg nach Wien flog, die MAS 96 sowie das ungewöhnliche Denkmal des Schiffes „Puglia“, das mit 20 Eisenbahnwaggons hierher transportiert wurde.

Botanischer Garten Hruska (Fondazione André Heller) – Der Arzt und Naturwissenschaftler Dr. Artur Hruska legte diesen Garten zwischen 1910 und 1971 an. Über 2.000 Pflanzenarten aus allen Kontinenten wurden hier zusammengeführt. 1988 erwarb der Künstler André Heller das Grundstück und ergänzte es um Kunstwerke und Skulpturen verschiedener Künstler. Öffnungszeiten: März bis Oktober, 9:00–19:00 Uhr.

Villen im Veneto

Über Jahrhunderte hinweg hat Venetien eine ausgeprägte „Villenkultur“ entwickelt. Im Mittelalter war das Leben außerhalb der Stadtmauern – abgesehen von wenigen Ausnahmen – kaum möglich. Die Besitztümer der Reichen wurden von feindlichen Heeren und bewaffneten Banden auf ihren Streifzügen geplündert.

Den Umbau der Burgen in Villen verdanken wir der Republik Venedig, die für Ordnung und Frieden im Land sorgte. Die Villenkultur entwickelte sich in einer Zeit, in der die Reichtümer Venedigs in Übersee nur unzureichenden Absatz fanden und daher verstärkt ins venezianische Hinterland flossen.

Das 16. Jahrhundert ist geprägt von der Pracht dieser Villenkultur. Das Genie Andrea Palladio und sein Stil beherrschen diese Epoche. Von ihm stammen die größten Beispiele klassischer Baukunst – und von ihm stammt der Prototyp der „Tempelvilla“.

Sette Comuni

Sie kommen an Thiene vorbei, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt am Fuß der Hochfläche der Sieben Gemeinden. Sehenswert sind das Schloss mit Fresken aus der Veronese-Schule und die Kirche San Vincenzo. Die Staatsstraße Nr. 349 führt in steilen Kehren die Flanke des Costo hinauf, unter die Felsen des Monte Paù, und erreicht die Val Canaglia. Von hier aus bietet sich eine herrliche Aussicht über die Ebene.

Sie erreichen Asiago (1.001 m Höhe), den Hauptort des Hochplateaus der Sieben Gemeinden. Die Ortschaft wurde im Ersten Weltkrieg, der die gesamte Hochfläche in ein heftig umkämpftes Schlachtfeld verwandelte, vollständig zerstört. In der Nähe des Ortes, auf dem Hügel Leiten, steht ein großes Gefallenendenkmal, in dem über 40.000 italienische und österreichische Gefallene ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

Soave

Der Ort liegt auf den letzten Ausläufern der Monti Lessini, fast auf halbem Weg zwischen Verona und Vicenza. Dem Besucher präsentiert er sich noch heute als intakte mittelalterliche Stadt, mit einer beeindruckenden Szenerie aus Türmen und mit Zinnen versehenen Mauern. Diese scheinen sich, fast als würden sie sich aus der imposanten Burg herabwinden, um die Altstadt von Soave zu umschließen – das alte Dorf mit seinen schattigen Gassen und gotischen Palazzi.

Dem Besucher bietet Soave eine Vielzahl an sehenswerten Eindrücken: historische und künstlerische Zeugnisse voller faszinierender Erinnerungen, die ein lebendiges, aus dem Hohen Mittelalter aufgetauchtes Gemälde entstehen lassen. Und natürlich ist der Ort für seinen Wein berühmt!

Vicenza

Wie viele Städte im Norden Italiens weist Vicenza eine wechselvolle Geschichte auf. Stadt und Provinz sind eine wahre Fundgrube an Kunst und Architektur. Von großer Bedeutung sind die Sakralbauten: die Basilika „SS. Felice e Fortunato“, die gotische Kirche „Santa Corona“, die Kirche „San Lorenzo“ und der Dom, in denen Gemälde und Fresken der venezianischen und der vicentinischen Schule zu bewundern sind. Im 16. Jahrhundert schuf der Baumeister Andrea Palladio einen klassisch-eleganten Stil, der die Bauwerke in und um Vicenza bis heute prägt.

Von Palladio stammen der Palazzo Chiericati mit seinen eindrucksvollen Säulenhallen, in dem sich heute das Städtische Museum befindet, sowie die mächtige Basilika auf der Piazza dei Signori mit ihren erhaben wirkenden Loggien und dem „Saal der Vierhundert“. Das Teatro Olimpico, ebenfalls ein Werk Palladios, besitzt eine einzigartige Bühnenarchitektur, die eine außergewöhnliche Tiefen-, Breiten- und Höhenwirkung erzeugt.

Um 1400 wurde der Dom auf den Trümmern eines romanischen Vorgängerbaus errichtet. Fast zwei Jahrhunderte vergingen, bis das Bauwerk durch die von Palladio entworfene Kuppel vollendet wurde. Die Basilica Palladiana diente ursprünglich als Gerichtsstätte und Versammlungsort. Gegenüber befindet sich die Loggia del Capitaniato, ein Bau, der nach Palladios Plänen 1570/71 als Residenz des venezianischen Befehlshabers errichtet wurde.

Eine der berühmtesten Villen Palladios ist die Villa Rotonda vor den Toren der Stadt: quadratischer Grundriss, Zentralbau mit Kuppel, auf allen vier Seiten Vorhallen mit mächtigen Freitreppen. Von der Wallfahrtskirche auf dem Monte Berico oberhalb der Stadt bietet sich ein wunderbarer Blick auf die Villa Rotonda und auf Vicenza. In einem Seitenraum der Kirche befindet sich ein kleines Museum mit einem bemerkenswerten Gemälde, das im 19. Jahrhundert von österreichischen Truppen in rund 30 Teile zerschnitten und später wieder restauriert wurde.

Ein Tag in Venedig

Von der Piazzale Roma fährt man mit einem „Vaporetto“ (öffentliche Linienschiffe) weiter ins Stadtzentrum. Seit einigen Jahren ist für den Besuch Venedigs an bestimmten Tagen eine Eintrittsgebühr zu bezahlen, die man auch im Voraus online begleichen kann.

Vom Markusplatz aus verkehren Linienschiffe zum Lido di Venezia sowie zu den Inseln Burano und Murano. Auf Murano lohnt sich der Besuch einer Glasbläserei – beim Kauf jedoch Vorsicht, denn die Preise können stark variieren. Oft gibt es in den Werkstätten einen zweiten, günstigeren Verkaufsraum.

Venedig blickt auf eine abwechslungsreiche und faszinierende Geschichte zurück. Einige Schlaglichter: Seit 697 regierte ein „Duca“, gewählt von den zwölf Tribunen des Seevenetischen Gebietes mit Zustimmung Ostroms. Ab 742 wurde der Titel „Doge“ gebräuchlich.

Die Markuskirche gilt als eine der reichsten Kirchen des Abendlandes. Ihr Vorgängerbau war dem Hl. Theodor geweiht. 829 brachten zwei venezianische Seeleute die Reliquien des Hl. Markus aus Alexandrien nach Venedig. Erst später wurde die Kirche des Hl. Theodor zur heutigen Markuskirche umgebaut.

Auch die Seerepublik Venedig beeindruckt durch ihre Zahlen: Um 1423 erzielte der Seehandel Einnahmen von rund zehn Millionen Dukaten für Ausfuhren und ebenso viel für Einfuhren. Etwa 300 große Schiffe, 3.000 kleinere Schiffe und 45 Handelsgaleeren standen im Dienst der Republik. Rund 36.000 Seeleute waren eingeschifft, dazu Tausende Schiffszimmerleute, Kalfaterer und Werftarbeiter.

Die großen Reisen der Gebrüder Polo nahmen hier ihren Anfang. Und der letzte Doge, Lodovico Manin, hinterließ uns die prachtvolle Villa Manin am Tagliamento.

In Venedig bewegt man sich ausschließlich zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Wasser (Vaporetti).

Abendprogramm:
Gondelfahrt auf den nächtlichen Kanälen der Stadt: Während der einstündigen Fahrt kann man den Zauber Venedigs erleben und fühlt sich in jene Zeit zurückversetzt, als sich das Leben ausschließlich auf dem Wasser abspielte.

Verona

Verona ist eine der elegantesten Städte Italiens und stets einen Besuch wert. Nicht nur internationale Modeschöpfer, Juweliere und Boutiquen sind hier zu finden. Die Stadt bietet einerseits ein außergewöhnliches Kulturangebot mit weltberühmten Opernaufführungen in der Arena, zahlreichen Kulturdenkmälern und historischen Bauten, und andererseits das genussvolle italienische Leben in Trattorien, Weinlokalen, Osterien, Pizzerien, Cafés und Restaurants.

Das römische Forum mit seinen Renaissancefresken und dem hohen Uhrturm aus Stein liegt am mittelalterlichen Marktplatz Piazza Erbe, dem heutigen Herzen der Stadt. Hier reihen sich Straßencafés an Marktstände – eine lebendige Komposition aus Farben, Formen und italienischem Straßenleben. Zahlreiche Persönlichkeiten wie Goethe und Ruskin verfielen dem magischen Zauber Veronas und beschrieben in ihren Werken ihre große Liebe zur Stadt.

In der Arena findet das Festival dell’Opera Lirica statt, und auf der gegenüberliegenden Stadtseite im Römischen Theater das Shakespeare‑Festival sowie das Verona Jazz Festival. Die Sommersaison Veronas ist reich an Darbietungen aus Literatur, Musik und Lyrik. Im Frühling und Herbst werden im Amphitheater internationale Rock- und Popkonzerte veranstaltet, und im April findet das jährliche Verona Film Festival statt.

Verona ist auch ein dynamischer wirtschaftlicher Mittelpunkt der Region. Die Messe Veronafiere veranstaltet internationale Top‑Events wie die Vinitaly (eine der größten Weinmessen der Welt), die internationale Pferdemesse und die Boots‑ und Yachtmesse. Mit einer großen Auswahl an Modeschöpfern wie Gucci, Prada, Etro, Louis Vuitton, Versace und Cartier kommen Shopping‑Freunde in Verona sicher nicht zu kurz. Die eleganten Einkaufsstraßen bieten ein breites Spektrum an Geschäften der Mode‑, Schmuck‑, Uhren‑, Bekleidungs‑ und Einrichtungsbranche und offerieren zudem eine große Auswahl an Restaurants – vom einfachen Snack bis zum gehobenen Menü.

Trotz ihres internationalen Rufes hat die Stadt die Traditionen und Besonderheiten ihrer Produkte bewahrt. Die regionalen Weine zählen zu den besten Italiens (Soave, Bardolino, Amarone, Valpolicella, Custoza), und die echte, naturbelassene Küche mit ihrem charakteristischen Olivenöl hat es verstanden, den authentischen Geschmack der Vergangenheit zu bewahren.

Arena di Verona

Als 1913 überall in Italien der hundertste Geburtstag Giuseppe Verdis gefeiert wurde, hatten drei Veroneser eine Idee: Sie glaubten, alle anderen italienischen Städte übertreffen zu können, wenn es ihnen gelänge, in der berühmten römischen Arena von Verona „Aida“ aufzuführen – die wohl prunkvollste aller italienischen Opern.

Diese drei Veroneser waren der bekannte Tenor Giovanni Zenatello, der Komponist Ferruccio Cusinati und der erfahrene Impresario Ottone Rovato. Allerdings gab es Bedenken wegen der Akustik. Die Arena war ursprünglich Schauplatz von Gladiatorenspielen; später fanden dort Turniere, Jagden, ja sogar Stierkämpfe und Windhundrennen statt. Ende des 19. Jahrhunderts diente sie Jahrmärkten, Karnevalsvorstellungen und Sportveranstaltungen. Keine idealen Voraussetzungen für Opernaufführungen – doch die drei wagten den Versuch. Am 10. August 1913 ging schließlich die erste Opernaufführung in der Arena über die Bühne.

Bis heute ist eine Vorstellung in diesem riesigen elliptischen Rund von 138 mal 109 Metern ein besonderes Erlebnis. Wenn der Wind es zulässt, zünden die Besucher kleine Kerzen an, um sich und die Darsteller auf den Abend einzustimmen. Die meisten Einheimischen sitzen auf den unnummerierten Stufenplätzen – dort wird fröhlich getafelt, nicht nur in den Pausen, sondern oft auch während der Aufführung. Denn die Oper ist in Italien ein Fest in jeder Hinsicht, und Emotionen gehören einfach dazu.