William Thomson (* 1824: † 1907), britischer Physiker, auch Lord Kelvin
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Das Flugzeug als Transportmittel in den Urlaub hat in den letzten Jahren einen großen Aufschwung erlebt. Mit der zunehmenden Zahl an Flugreisenden wächst auch das Interesse an den „Geheimnissen“ der Fliegerei. In diesem Kapitel erhalten Sie einige Tipps und Informationen dazu.
add‑on: Anschlussflug zu einem Langstreckenflug zu günstigeren Preisen.
Beispiel: Mit Air India von Frankfurt nach Bombay und ein Add‑on nach Goa, ebenfalls mit Air India.
Adult: Erwachsener – ab dem 12. Geburtstag. Viele Fluglinien bieten jedoch
zusätzlich Jugend‑ und Studententarife an.
airport: englisch für „Flughafen“.
airport tax: englisch für „Flughafensteuer“. Bei vielen Flugreisen ist sie bereits
im Pauschalpreis enthalten, bei manchen Flughäfen muss sie jedoch bar beim Abflug bezahlt werden.
air‑terminal: zentral gelegener „Busbahnhof“ in einer Stadt, von dem aus Busse in
regelmäßigen Abständen zum Flughafen pendeln.
arrival: Ankunft, Landung.
baggage: Gepäck. Die Mitnahme ist entweder durch Gewicht oder durch die Anzahl der
Gepäckstücke begrenzt. Wird mehr mitgenommen, als im Ticket als Freigepäck erlaubt ist, fällt
Übergepäck an. Auch für Handgepäck gelten Vorschriften zu Größe und Gewicht. Grundsätzlich ist nur
ein Handgepäckstück pro Person erlaubt.
baggage claim: Gepäckausgabe – die Förderbänder im Flughafen.
Was tun, wenn das Gepäck weg ist? Zum Glück verschwinden nur etwa zwei Prozent aller
aufgegebenen Koffer tatsächlich „auf Nimmerwiedersehen“. Durch ein computergestütztes weltweites
Suchsystem finden Fluglinien verlorenes Gepäck fast immer wieder. Voraussetzung ist, dass Ihre
Koffer außen mit Namen und Adresse gekennzeichnet sind – noch besser zusätzlich innen.
Kommt ein Koffer trotz langem Warten am „baggage claim“ nicht an, müssen Sie sich an den
„Lost‑and‑Found“-Schalter wenden. Dort wird ein Formular ausgefüllt (Property Irregularity Report).
Bis Ihr Koffer gefunden und ins Hotel nachgeliefert wird, können Sie sich die notwendigsten Dinge
auf Kosten der Fluglinie anschaffen (Belege unbedingt aufbewahren!). Taucht das Gepäckstück
tatsächlich nicht mehr auf, erhalten Sie eine Entschädigung gemäß internationalen Bestimmungen pro
verlorenem Kilo.
boarding: Beginn des Einsteigens – vom Gate aus in das Flugzeug oder in den
Zubringerbus.
boarding‑card oder boarding‑pass: Einstiegskarte für das Flugzeug.
Beim Check‑in‑Schalter erhalten Sie gegen Vorlage Ihres Tickets Ihre boarding‑card.
Früher wurde man dort noch gefragt, ob man im Raucher‑ oder Nichtraucherbereich sitzen möchte.
Heute sehen Sie auf der boarding‑card Ihren genauen Sitzplatz sowie das Gate und die Boarding‑Zeit.
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carrier: Fluggesellschaft
Jede Fluggesellschaft besitzt eine zweibuchstabige Abkürzung, damit der Name nicht überall ausgeschrieben werden muss – etwa im Flugticket. Beispiele: LH – Lufthansa, OS – Austrian Airlines, NG – Lauda Air, BA – British Airways, AF – Air France, SA – South African Airways, RG – VARIG, DL – Delta Airlines.
Check‑in: Abfertigung des Passagiers – Erfassung auf der Passagierliste, Sitzplatzzuweisung, Abwiegen des Gepäcks usw.
Immer häufiger findet man Check‑in‑Automaten, die man selbst bedienen kann. Nach dem Check‑in am Automaten gibt man sein Gepäck am Gepäckschalter auf.
child (CHD): Kinder vom 2. bis zum 11. Geburtstag; viele Fluglinien gewähren dafür Ermäßigungen.
cockpit: Pilotenkanzel.
codeshare: Zwei Fluglinien teilen sich einen Flug, um wirtschaftlicher zu operieren. Die Passagiere genießen die Vorteile der Fluglinie, bei der sie gebucht haben.
Beispiel: Lufthansa fliegt im Codeshare mit United Airlines nach Amerika. Die Flugnummer der ausführenden Airline (Lufthansa) ist dreistellig – LH344; die Codeshare‑Nummer des Partners (United Airlines) ist vierstellig – UA9344.
crew: Besatzung.
delay: Verspätung.
departure: Abflug.
destination: Zielort, Zielflughafen.
Auch Flughäfen werden international abgekürzt – mit drei Buchstaben: SZG – Salzburg, MUC – München, FRA – Frankfurt, PMI – Palma de Mallorca, HER – Heraklion, YYZ – Toronto, YVR – Vancouver, LAX – Los Angeles.
Direktflug: Ein Flug von A nach B mit durchgehender Flugnummer, jedoch mit möglicher Zwischenlandung oder Umstieg (Wechsel des Flugzeugs). Nicht zu verwechseln mit einem Nonstop‑Flug.
Drehkreuz: siehe „Hub“.
domestic flight: Inlandsflug.
duty‑free: Zollfrei einkaufen; duty‑free‑shops sind die entsprechenden Geschäfte.
economy class: Touristenklasse.
Heute gibt es zahlreiche Klassenbezeichnungen, je nach Fluglinie unterschiedlich. Beispiele: first class, business class, economy class, premium class, club class.
emergency exit: Notausstieg; dort befindet sich auch die Notrutsche.
Sitze am Notausgang bieten oft mehr Beinfreiheit. Dort dürfen jedoch keine Kinder, ältere Menschen oder Personen mit offensichtlicher Einschränkung sitzen – sie könnten im Notfall die Evakuierung behindern.
Eine oft erzählte Anekdote: Manche Passagiere setzen sich angeblich nie an den Notausgang, „weil es dort immer so zieht“ …
Gabelflüge (engl. „open jaw“): Hinflug von A nach B, Weiterreise auf eigene Faust nach C, Rückflug von C nach A. Der Rückflug erfolgt also nicht vom ursprünglichen Zielort.
fasten seat belts: Bitte anschnallen.
Fluggastverordnung: Regelt die Rechte der Passagiere bei Verspätung, Überbuchung oder Annullierung eines Fluges.
Gate: Flugsteig im Flughafengebäude; von dort steigen Sie ins Flugzeug oder in den Bus zum Flugzeug ein. Bedeutet auch „Ausgang“.
Gateway: Große Einreise‑ bzw. Ausreise‑Flughäfen, über die internationale Anschlussflüge abgewickelt werden. Beispiele: Atlanta (USA), Frankfurt (Deutschland), Mumbai/Bombay (Indien).
ground hostess: Bodenstewardess – Personal der Fluglinie, das sich am Flughafen um die Passagiere kümmert.
Hub (Drehkreuz): Flughäfen, an denen Fluglinien Zubringerflüge bündeln, um Fern‑ oder Kontinentalflüge besser auszulasten.
Infant (INF): Kleinkinder bis zum zweiten Geburtstag, ohne Anspruch auf eigenen Sitzplatz.
Konfiguration einer Maschine:
Bezeichnet die Bestuhlung eines Flugzeugs, aufgeteilt in verschiedene Klassen – je nach Fluglinie z. B. Economy, Business, Premium, Club usw.
Ein Beispiel finden Sie hier.
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low‑cost‑carrier (auch no‑frills‑carrier genannt):
Billigfluggesellschaften, die sehr günstige Tarife anbieten. Meist müssen Essen und Getränke an Bord
extra bezahlt werden. Gebucht wird in der Regel ausschließlich über das Internet, und es gibt keine
ausgedruckten Flugtickets. „No frills“ bedeutet „ohne besondere Ausstattung“ – diese Airlines
verzichten bewusst auf Serviceleistungen, die klassische Fluglinien (zu höheren Preisen) anbieten.
Nonstop‑Flug:
Ein Flug von A nach B ohne Zwischenlandung oder Umsteigen. Nicht zu verwechseln mit einem
Direktflug.
no‑show:
Ein gebuchter Fluggast, der nicht zum Abflug erscheint und sich auch nicht abgemeldet hat.
Oneway (OW):
Ein einfacher Flug – nur von A nach B.
open return:
Ein Ticket, bei dem der Hinflug fix gebucht ist, der Rückflugtermin jedoch offen bleibt.
passenger:
Fluggast, Reisender.
routing:
Bestimmungen zu Flugnummern und Streckenführung eines Tarifs.
Stops, Stopover:
Von den Tarifbestimmungen erlaubte Unterbrechungen einer Flugreise – teilweise nur gegen Gebühr.
Sunday‑Rule (SU):
Der Mindestaufenthalt am Zielort muss die Nacht von Samstag auf Sonntag umfassen. Rückflug frühestens
am Sonntag. Heute praktisch ohne Bedeutung.
take off:
Moment, in dem das vordere Fahrwerk von der Startbahn abhebt.
ticket:
Flugkarte, Flugschein.
T.O.D. („Ticket on Departure“):
Im Reisebüro oder Stadtbüro gekauftes Ticket, das erst am Flughafen ausgestellt bzw. hinterlegt wird.
touch down:
Landung – der Moment, in dem das Flugzeug aufsetzt.
touchdown:
Der Moment, in dem das hintere Fahrwerk die Landebahn berührt.
upgrading:
Wenn ein Passagier mit einem Economy‑Ticket ohne Mehrkosten in eine höhere Klasse (z. B. Business)
wechselt – meist bei Überbuchungen. Viele erzählen, sie würden „immer“ upgegradet … Legenden.
Seien Sie nicht traurig, wenn Sie noch nie ein Upgrade erlebt haben – auch ich wurde nur
ein‑ oder zweimal „upgegradet“: Einmal flog ich von Bari nach Frankfurt mit Lufthansa. Montag früh,
etwa 15 Passagiere an Bord – alle wurden in die Business Class eingeladen, weil das Service so
einfacher war und genügend Business‑Class‑Frühstücke vorhanden waren.
VT:
Verkehrstag – jener Wochentag, an dem der Flug durchgeführt wird. 1 = Montag, 7 = Sonntag.
WE‑IT:
Wochenendtarif: gültig bei Hinflug Mi, Do, Fr oder Sa; Rückflug frühestens am ersten Sonntag nach
Hinflug, spätestens am Mittwoch. Abweichungen je nach Fluglinie möglich.
Zubringer:
Flüge zu Drehkreuzen („Hubs“) von Fluggesellschaften. Auch „Fütterflüge“ genannt. Sie bringen
Passagiere zu Anschlussflügen, etwa zu Fernflügen, die ohne Zubringer oft nur halb voll wären.
Zubringerflüge sind häufig günstiger als dieselbe Strecke ohne Weiterflug.
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