Persisches Sprichwort
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Fragen … Fragen …
Check‑in‑Meldezeiten
Was sind Umsteigezeiten (Minimum Connecting Times)?
Wenn der Koffer nicht ankommt
Abfertigung einer Maschine
Vielen Reisenden ist nicht bewusst: Wenn eine Fluggesellschaft eine Check‑in‑Zeit vorschreibt
und ein Passagier erscheint nicht rechtzeitig, kann die Beförderung verweigert werden – selbst
wenn das Flugzeug noch am „Finger“ oder am Vorfeld steht.
Sind laut Ticket 120, 90 oder 60 Minuten als Check‑in‑Zeit vorgeschrieben und alle
Passagiere außer einem sind bereits abgefertigt, kann ein Nachzügler, der nur eine Minute zu
spät kommt, abgewiesen werden. Er hat gegen die Transportbestimmungen verstoßen.
Das kommt in der Praxis tatsächlich immer wieder vor.
Jeder Flughafen hat für jede Fluglinie und jede Anschlussverbindung eine festgelegte
Mindestumsteigezeit. Das bedeutet: Man benötigt mindestens X Minuten, um den Weiterflug
erreichen zu können. Dabei wird nicht nur berücksichtigt, wie lange der Passagier vom
Landegate zum Abfluggate braucht – auch die Umladung des Gepäcks muss zeitlich möglich sein.
Für Laien oft schwer nachvollziehbar: Selbst wenn das Flugzeug noch sichtbar am
Vorfeld steht, kann der Beladungsvorgang bereits abgeschlossen sein. Dann ist ein Einstieg
nicht mehr möglich.
Ein Grund dafür ist, dass Passagiere häufig mit Bussen zur Maschine gebracht werden.
Müsste man einzelne Nachzügler separat fahren, verursacht das zusätzliche Kosten. Und in Zeiten,
in denen Flugtickets oft kaum mehr kosten als ein Mittagessen, zeigen viele Fluglinien keinerlei
Toleranz, wenn Check‑in‑ oder Umsteigezeiten nicht eingehalten werden.
Grundsätzlich gilt: Für das Verladen Ihres Gepäcks am Flughafen ist die jeweilige
Flughafenbetriebsgesellschaft verantwortlich – nicht die Fluglinie, mit der Sie fliegen,
und auch nicht Ihr Reiseveranstalter.
Warum kommt ein Koffer manchmal nicht an (genauer: nicht mit derselben Maschine)?
Meist wird das fehlende Gepäckstück versehentlich in ein falsches Flugzeug verladen. Es kann aber
auch vorkommen, dass Ihr Koffer zwar im richtigen Flugzeug ist, jedoch im „falschen“ Frachtraum.
Bei Zwischenlandungen werden einzelne Frachträume entleert, wenn Passagiere aussteigen oder neue
zusteigen. Wird dabei der falsche Frachtraum geöffnet, kann Ihr Koffer versehentlich zurückbleiben.
Kommt Ihr Koffer nicht an oder erhalten Sie einen stark beschädigten Koffer zurück, gilt:
Melden Sie den Schaden sofort in der Gepäckhalle am „Lost and Found“-Schalter und
bestehen Sie auf einer schriftlichen Bestätigung.
Ist der Koffer beschädigt, bieten manche Fluglinien sofort Ersatzkoffer an. Bei leichteren
Schäden müssen Sie sich nach Ihrer Rückkehr direkt an die Fluglinie wenden. Häufig wird nur der
Zeitwert ersetzt – bei älteren Koffern ist daher wenig zu erwarten.
Bei Gepäckschäden haftet grundsätzlich die Fluglinie, nicht der Reiseveranstalter oder das
Reisebüro. Nur bei Pauschalreisen ist der Reiseveranstalter für die Schadensbearbeitung
zuständig – auch wenn dies in der Praxis nicht immer reibungslos funktioniert, wie ich selbst
einmal erlebt habe.
Ist der Koffer verschwunden, gibt es zwei Möglichkeiten:
Variante 1: Er taucht wieder auf. Dann muss die Fluglinie ihn auf ihre Kosten
in Ihr Urlaubshotel oder nach Hause liefern.
Variante 2: Er bleibt endgültig verschwunden. In diesem Fall haftet die
Fluggesellschaft nach dem sogenannten Montrealer Übereinkommen.
Die Presseabteilung des Salzburger Flughafens hatte mir 2003 mir einige Fragen
beantwortet, die ich mit aktuellen Daten (Stand 2024) ergänzt habe.
1. Werden die Standzeiten von Maschinen nach der tatsächlichen Dauer des
Bodenaufenthalts berechnet oder gibt es eine fixe Gebühr – unabhängig von der Standzeit?
Bis zu vier Stunden fällt zusätzlich zur Landegebühr keine weitere Gebühr an.
Für jede angefangene 24‑Stunden‑Parkperiode nach den ersten vier freien Stunden wird ein
Anteil des Landeentgelts verrechnet — bei kleinen Flugzeugen ein höherer,
bei großen ein niedrigerer Prozentsatz.
2. Gibt es Fluggesellschaften, die bei Ihnen nicht auftanken, sondern sowohl Catering
als auch Treibstoff für den gesamten Roundtrip mitführen?
Ja, das kommt oft vor. Der Grund liegt darin, dass Kerosin in manchen Herkunftsländern
dieser Fluglinien so günstig ist, dass selbst ein höheres Transportgewicht und der dadurch
steigende Verbrauch den Preisvorteil nicht aufheben.
Eine Ausnahme gibt es: Wird für Salzburg Schlechtwetter vorhergesagt, kommen die
englischen Airlines mit weniger Treibstoff. Hintergrund: Je leichter ein Jet im Anflug ist,
desto niedriger ist die Entscheidungshöhe für die Landung. Viel Treibstoff bedeutet höhere
Entscheidungshöhe, schlechtere Bedingungen und damit ein erhöhtes Risiko für einen
Landeabbruch – mit Ausweichflughäfen wie Linz (100 km) oder München (200 km).
Die Mitnahme des Caterings für Hin‑ und Rückflug stellt für moderne
Mittelstreckenflugzeuge kein Platzproblem dar. Zumal heute auf vielen Flügen ohnehin
nichts oder nur ein kleiner Snack angeboten wird.
3. Wann beginnt die Berechnung von Betankung, Beladung usw.?
Theoretisch werden Loadsheet und Trimsheet bereits zwei bis drei
Stunden vor Abflug erstellt – basierend auf der erwarteten Passagierzahl und dem
Durchschnittsgewicht des Gepäcks.
Nach Abschluss des Check‑ins muss in jedem Fall ein sogenanntes LMC‑Sheet
(Last Minute Check) erstellt werden. Je später der Check‑in endet, desto stärker verzögert
sich dadurch die Abfertigung der Maschine.
4. Gab es am Salzburger Flughafen Zurückweisungen von Passagieren, weil sie die
Meldeschlusszeiten nicht eingehalten haben?
Ja, sehr häufig – besonders zur Festspielzeit. Passagiere, die die
Meldeschlusszeit nicht einhalten, werden zurückgewiesen. Bei starkem Flugbetrieb würden
verspätete Abfertigungen sonst zu Verzögerungen führen, die den gesamten Ablauf am Flughafen
beeinträchtigen könnten. (Datenstand jedoch 2003)
Besonders Low‑Cost‑Carrier bestehen strikt auf dieser Regelung, da der Passagier
in solchen Fällen in der Regel ein neues Ticket für den nächsten Flug kaufen muss.
Daten einiger starker Verkehrstage in den Wintermonaten
In den Wintermonaten werden rund um die Weihnachtsferien und in den Monaten
Jänner und Februar an Samstagen die höchste Anzahl an Flügen abgefertigt. Mit diesen
Flügen kommen vor allem Urlauber von den Britischen Inseln, aus Skandinavien und den
Niederlanden. Hier einige Daten der letzten Jahre:
2025, 20. Dezember: 151 Starts- und Landungen und am 27. Dezember gab es 173 Starts- und Landungen
2019, 6. Jänner: 92 Flugzeuge mit rund 25 000 Gästen, der Großteil aus Großbritannien
und Irland, landeten auf dem Salzburger Flughafen.
2018, 10. Februar: Der Flughafen verzeichnete 105 Landungen und 103 Starts.
2017, 11. März: Mit 169 Starts und Landungen am Salzburger Flughafen war dieser Tag
einer der verkehrsreichsten des Winters.
2014, 11. Jänner: Mit 107 Maschinen, die den Flughafen Salzburg anfliegen, ist es der
stärkste Tag des Jahres für den Flughafen: rund 13 000 Passagiere kommen mit 39 Flüge
von den Britischen Inseln, 28 aus Russland, 23 aus dem skandinavischen Bereich, die
restlichen Maschinen verteilen sich etwa auf Österreich, Deutschland und die Türkei.
2013, 12. Jänner: Am heutigen Tag verzeichnete der Flughafen über 200 startende und landende
Maschinen mit über 25 000 Passagieren den vermutlich stärksten Reisetag des Jahres.