Urbino – Palazzo Ducale und Dom, Marken, Italien

Lombardei – Reiseerzählungen und Beobachtungen von Peter Krackowizer

Italien, Lombardei – Peschiera Maraglio auf der Monte Isola im Iseo-See
Peschiera Maraglio auf der Monte Isola im Iseo‑See.

Die Langobarden, die „Langbärte“, die Namensgeber dieser Region, lebten vor gut 1 500 Jahren in der Lombardei. Heute verbindet man Alfa Romeo, Monza und die Mille Miglia mit ihr. Zweimal so groß wie Oberösterreich, aber mehr Einwohner als ganz Österreich. Die Region ist zwar flächenmäßig nur die viertgrößte Italiens, mit aber mehr als zehn Millionen deutlich die bevölkerungsreichste der Republik.

Eine Region, von der die meisten wahrscheinlich nur Mailand kennen. Vielleicht noch den Lago Maggiore – der allerdings bereits zu einem Drittel im Piemont liegt.

Grenzen

Doch die Lombardei hat viel mehr zu bieten: Im Südosten reicht die Region über die Stadt Mantua hinaus, dann bildet der Po für fast 200 Kilometer die Südgrenze, bevor sich die Regionsgrenze wieder nach Norden wendet. An dieser Po-Linie liegen die Städte Cremona (die Stadt der Geigenbauer) und Pavia (berühmt für ihre Kartause). In der westlichsten Provinz, der Lomellina, wird Reis angebaut, und die Stadt Vigevano bietet eine sehenswerte Altstadt.

Italien, Lombardei – Santa Maria delle Grazie bei Mantua, Krokodil
In der Kirche Santa Maria delle Grazie bei Mantua hängt dieses Krokodil.

Der Grenzverlauf führt weiter nach Norden an das Westufer des Lago Maggiore, um dann nach Osten zum Comer See zu schwenken (hier ein Link zu einer anderen Internetseite mit einem sehr guten Reisebericht über den Comer See, mit vielen Bildern aus 2012). Von dort geht es weiter nach Norden in die Alpen an die Schweizer Grenze – Maloja-Pass, Piz Bernina. Hier oben verläuft das Veltlin bis an die Ortlergruppe zur Grenze nach Südtirol.

Und dazwischen?

Dazwischen ist … viel Land! Zum Beispiel Seen-Land: ein Teil des Lago Maggiore, der Varese-See, ein Eck des Luganer Sees, der Comer See, der Iseo-See, der Idro-See, das Westufer des Gardasees und einige kleinere „Lacken“ bilden die Oberitalienischen Seen.

Etwas mehr als die Hälfte der Fläche gehört zu den Alpen und deren vorgelagerten Ausläufern, etwas weniger als die Hälfte ist Flachland, das in die Poebene übergeht.

Städte

Italien, Lombardei – Fassade der Kirche San Pietro in Pizzighettone; © Zairon, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Pizzighettone in der Provinz Cremona beherbergt die Kirche San Pietro. Ihre Fassade ist vollständig mit Mosaiken und farbigem Marmor bedeckt. © Zairon, CC BY‑SA 4.0, via Wikimedia Commons.
Mehr als genügend! Mailand, die Hauptstadt; die bereits erwähnten Städte Vigevano, Pavia, Cremona, Mantua; dazu Varese, Lodi, Monza (nicht nur Rennstrecke – auch ein herrliches Schloss gibt es dort), Bergamo (eine wunderbare Stadt, die sich in eine Unterstadt mit Theater und eine Oberstadt, die Altstadt, gliedert, verbunden durch eine Standseilbahn) und Brescia. Ja, und da bin ich beim Punkt, über …

Die Provinz Brescia

… etwas ausführlicher zu schreiben. Weitgehend unbekannt ist, dass das Westufer des Gardasees mit Limone, Gardone, Salò bis hin zu Desenzano und der Halbinsel Sirmione noch zur Region Lombardei gehört. Sie sind Teil der Provinz Brescia, die vom Gardasee über die Provinzhauptstadt Brescia und die Franciacorta bis hin zum Iseo-See reicht. Und über diese Provinz möchte ich hier etwas ausführlicher berichten. Denn – wie so oft in Italien – verstecken sich in weniger bekannten Teilen des Landes oft besonders interessante Details.

Die Provinz Brescia reicht im Norden als schmaler Streifen weit in die Alpen bis an die Schweizer Grenze. Dabei hat sie Anteil an der Adamello-Gruppe, deren Berggipfel mehr als 3 000 m über Adria erreichen.

Die nachstehenden Links führen euch zu meinen Berichten über die Provinz Brescia von Juni 2010:

→  Langobarden, Seen und Franciacorta: Brescia und ihre Provinz
→  In die Franciacorta und an den Iseo-See, immer wieder …

aus der Stadt Brescia
→  Brescia – Eintauchen ins Mittelalter
→  Il Teatro Grande di Brescia

vom Gardasee
→  Il Vittoriale degli Italiani
→  Taxi-Pizzeria, wo die gute Küche zu Hause ist: Pizzeria Cá dei Manni
→  liebenswerter Charme direkt am Seeufer: Grand Hotel Gardone Riviera