Die Modellpalette im Laufe der Jahre von KTM

Erwin Lechner 1962 mit einer KTM Sport

Mit der „Moser‑KTM“ begann 1953 die Produktion. In den folgenden zehn Jahren entstanden zahlreiche weitere Modelle. In den 1970er‑Jahren setzte der Aufstieg des Unternehmens mit Motocross‑Maschinen ein, der 1974 im ersten Weltmeistertitel gipfelte. Später folgten Erfolge bei der Rallye Paris–Dakar und im Straßenrennsport – doch diese Bereiche sind hier nicht Thema.

Fahrräder und Mofas
Hobby Automatic, Motor von Fichtel & Sachs, 1969, Kaufpreis: 3.780 öS
Mecky, 1957 – der erste und einzige trittbrettlose Moped‑Roller mit gebläsegekühltem Zweitakt‑Apfelbeck‑Motor (2,1 PS; später auch mit Sachs‑Motor). Verbrauch: 1,2–1,6 Liter/100 km; Höchstgeschwindigkeit 40 km/h; Preis: 3.880 öS.

KTM 125 cm³ dohc Racing

Ponny I, 1960
Ponny II, 1962 – zunächst mit Fußschaltung, später mit Wipp‑Fußschalter
Comet, 1964 – erstes Sportmoped mit gebläsegekühltem Puch‑Motor; in den 1970er‑Jahren als „Comet Grand Prix RS“ mit Druckgussrädern und Scheibenbremsen

Motorräder
Straßenmotorräder
KTM R 100 „Moser“, 98 cm³, 1953
KTM Tourist, 125 cm³, 1955
KTM Tarzan, 125 cm³, 1956

KTM Comet 125 cm³ Racing

KTM Mirabell, 1956 – 125 cm³, Rotax‑Sachs‑Motorroller, gebläsegekühlt, 5,6 PS bei 5.000 U/min, ca. 80 km/h Spitze
KTM Trophy, 1958
KTM Mustang, 125 cm³, 1958

Motocross
Penton, 1968
Modell 495 MC, 1982 – 56 PS

Bemerkenswertes
1962 wurde die Stabilität des „Ponny II“ eindrucksvoll demonstriert: Ein Roller wurde aus fünf Metern Höhe fallen gelassen – und blieb fahrbereit. Die Untersuchung ergab, dass der Roller den Aufprall ohne jeglichen Schaden überstanden hatte. Bei einer Fallgeschwindigkeit von 9,9 m/s wirkte im Moment des Aufpralls eine Belastung von rund vier Tonnen auf beide Räder. 1963 erreichte der Ponny II einen Marktanteil von 33 % in Österreich.

KTM Comet 504 Super

Narvik–Athen mit einem Mirabell‑Roller
Kriminalinspektor Hans Landauer startete in Wien eine Reise mit einem Mirabell‑Roller, die ihn zunächst zum Nordkap führte. Von dort fuhr er nach Griechenland zu den Meteora‑Klöstern. In Athen kehrte er um und erreichte Wien nach elfeinhalb Tagen, 276 Fahrstunden und 10.837 Kilometern.


Quellen
* Motorrad‑Literatur‑ und Bildarchiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer
* Chronik von KTM
* Hans Seper, Helmut Krackowizer, Alois Brusatti: Österreichische Kraftfahrzeuge von Anbeginn bis heute, 1982, Verlag Welsermühl, ISBN 385339‑177‑X
* Martin Pfundner: Die Auto‑Österreicher – Wegbereiter der Mobilität, A & W Verlag, Klosterneuburg 2006, ISBN 3‑200‑00517‑3

KTM Hobby Automatic am Mozartplatz in Salzburg KTM Werbefoto aus Südfrankreich KTM Grand Tourist vor dem Wasserschloss Anif