Frankreich - ein etwas anderer Führer [zurück]

eine Getraenke- und Speisenkarten in Saint Malo

Anzahlung und Vorauszahlung

Wo immer Sie auch für die Nacht reservieren werden, Sie werden um eine An- oder Vorauszahlung gebeten werden. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass eine Anzahlung, die sich "arrhes" nennt, niemals mehr zurück erstattet wird - die deutsche Übersetzung heißt "Reugeld" und ist quasi eine pauschale Entschädigung, wenn Sie nicht kommen. Allerdings kann der Vermieter, wenn nichts anderes zusätzlich vereinbart wird, keine weitere Stornogebühr über dieses "arrhes" im Falle einer Stornierung verlangen.

Haben Sie jedoch eine Anzahlung, ein "accompte" bezahlt, sieht die Situation im Falle einer Stornierung ganz anderes aus: dann kann nämlich der Vermieter auch mehr an Stornogebühren verlangen, im schlimmsten Fall die Kosten für Ihren gesamten Aufenthalt. Also genau vereinbaren spart nachher Ärger und Geld!

Arrondissement - Stadtbezirke

Paris, Lyon und Marseille sind in Bezirke geteilt, die wiederum verschiedene Viertel beinhalten: in Paris gibt es 20, in Lyon neun und in Marseille 16 Bezirke.

Attraktionen, Attraktionen! Themenparks in Frankreich!

Es gibt mehrere große Themenparks in Frankreich. Der wohl bekannteste ist das Eurodisney® bei Paris (www.disney.fr). Ein "Europäischer Park des Bildes und der Kommunikation" ist Futuroscope bei Poitiers: dynamische Kinos, 3-D-Kinos, 360° Leinwand uvm. (www.futuroscope.fr). Und natürlich der Asterix-Park, ebenfalls bei Paris. Weiters gibt es das "Nausicaa" in Boulogne-sur-Mer, das größte europäische Zentrum für Meereskunden mit riesigen Aquarien, 3 000 Fischen, 400 Fischarten, Projektionsräumen, 5 000 Büchern, 5 000 Dias und 300 Filmen. Oder der europäischer Park für Vulkanismus in Saint-Ours-les- Roches, Auvergne, "Vulcania" (www.vulcania.com).

Boulangerie - Bäckerei

Mehr als 35 000 Bäckereien erwarten Sie in Frankreich - hier einige der unzähligen Brotformen: Baguette, ficelle, flûte, boule, épi, longuet ...
Baquette im Automaten zu bezahlen

In Paris sind immer mehr Bäcker dazu übergegangen, kein Geld mehr über den Ladentisch anzunehmen. Hat der Kunde sein Brot erhalten, muss er zu einem roten Automaten gehen und dort sein Geld einwerfen. Erfunden hat man das System in Schweden. Der Automat gibt auch das entsprechende Wechselgeld heraus. 70 solche Automaten gibt es bereits (Jänner 2011), auch Crêpes- und Pizzaverkäufer wollen zunehmend nicht mehr Geld in die Hand, sondern in die Automaten haben.

Cabaret, Cabaret!

Die Tradition der Cabarets ist in Frankreich geschichtlich eng mit Paris verbunden. Namen wie Lido, Paradis Latin, Crazy Horse, Moulin Rouge, Les Folies Bergères und Chez Michou sind weltberühmt. Aber Vorsicht: Rechnen Sie mit rund € 100.-- pro Person und Abend (Eintritt, Show und Abendessen). Ohne Abendessen muss man auch noch mit rund € 70.-- rechnen! Und das Gebotene ist - leider - selten wirklich "sensationell"...

Le Coq - der Hahn

Der Hahn ist das Wahrzeichen Frankreichs. Wo andere den Tiger, Löwen, Bären oder Stier gewählt haben, da ist die Wahl der Franzosen auf dieses prahlende Federvieh gefallen, das mit seinem misstönenden Krähen dem Hühnerhof eine Ansprache hält. Der Ursprung dieser bestreitbaren Wahl ist auf ein lateinisches Würfelspiel zurück zu führen, auf die Ähnlichkeit zwischen den beiden Wörtern "Galus" (Gaulois - Franken) und gallus (le coq - der Hahn). Cocorico! Kikeriki

Essen gehen in Frankreich

Ein Menü besteht aus mindestens einer Vorspeise, einer Hauptspeise und einem Nachtisch, dazu Wasser und Brot. Natürlich wird es in touristischen Zentren (Paris, Nizza...) an den belebten Straßen teurer sein, aber Frankreich besteht ja nicht nur aus zwei Orten bzw. Regionen. Ich sah schon auch Menüs um € 70.-- oder € 85.--.

Die Getränke erschienen mir schon vor Jahren relativ teuer: Bier 0,25 ab € 3.--, eine Flasche Mineralwasser 0,75 - ab € 3.50, Cola usw. nicht unter € 2,80 (in Restaurants). Kleine Flasche Wein 0,33 ab € 6.-- bis 7.--, große 0,75 ab € 12.-- bis 14.--;

;Generell wird in Restaurants korrekte Kleidung verlangt. Egal wo, es ist immer verboten, auf den Cafeterrassen zu picknicken (sollte es einmal erlaubt sein, so wird ausdrücklich darauf hingewiesen). In einem Restaurant warten Sie am Eingang auf den Oberkellner, den Maître d'Hôtel, der Sie zu Ihrem Tisch führen wird und Ihnen die Speisenkarten reichen wird.
Weitere Informationen zur Gastronomie.

Geld - Wie zahle ich in Frankreich?

Nun, zum einen mit Euro und zum anderen mit Kreditkarte(n). (Fast) alle Geschäfte, Tankstellen, Autobahnmautstellen, Hotels und Restaurants akzeptieren alle gängigen Kreditkarten, wobei die Akzeptanz der Visa-Card am größten ist. Kreditkarten in Frankreich sind wesentlich verbreiteter als in Österreich. In den meisten Telefonzellen kann man mit einer Telefonwertkarte telefonieren. Diese erhält man in jeder Trafik oder bei Postämtern. Ein bisschen problematisch kann manchmal das Tanken mit Kreditkarte sein - denn meist werden nur inländische Kreditkarten akzeptiert.

Gesundheitswesen in Frankreich

Dazu fand ich folgenden Link mit interessanten Informationen: ... hier

Haustiere

51 % der französischen Haushalte besitzen ein Haustier. Frankreich ist somit das europäische Land das die meisten Haustiere zählt.

Hotelketten

...sind in Frankreich zahlreich und sehr beliebt. Es gibt sie in jeder der fünf Hotelkategorien, also für jeden Geldbeutel. Neben den oft preisgünstigen Ketten, die sich meistens an Stadträndern oder Straßenknoten finden wie Hôtel Formule 1, Etap Hôtel, Balladins, Bonsai, Liberté, Première Class usw., gibt es auch alle internationalen Hotelketten. Eine Besonderheit sind die unter Schutz stehenden Schlosshotels "Relais et Chateaux": www.relaischateaux.fr  Alle Schlosshotels sind in einer Kette zusammen gefasst - siehe www.chateauxhotels.com

Diese Ketten kann man bequem im Internet buchen. Aufpassen sollte man dann vor Ort. Beispielsweise gibt es in den ETAP Hotels keine Zimmerschlüssel, sondern Codes, die man eintippen muss. Vergisst man den Zettel im Zimmer, kehrt abends später nach Hause, kann man Pech haben: die Rezeptionen in diesen günstigen Hotels sind nur stundenweise besetzt. Da hilft dann nur noch eines (sofern man wenigstens seine Kreditkarte dabei hat): am Automaten am Hoteleingang ein neues Zimmer buchen, bezahlen und zumindest - schlafen können...
"Logis et Auberges de France", Familienbetriebe auf dem Land und " Relais du Silence" - Hotels weitab von Lärm und Trubel sind zwei weitere interessante Hotelketten in Frankreich.

Kinderfreundliches Frankreich

* Sehr oft nächtigen Kinder in den Hotels im Zimmer der Eltern umsonst (z. B. Ibis- oder Novotels)
* In zahlreichen Restaurants werden Kinder-Menüs angeboten
* Auf vielen Autobahnraststätten und einigen Tankstellen gibt es für die Kleinen Kinderspielplätze, Babyräume mit Wickeltischen, Flaschenwärmer und hohen Essstühlchen;

Körperbehinderte Personen

finden in Frankreich ganz besondere Aufmerksamkeit - daher wurden an öffentlichen Stellen, Kinos, Museen entsprechende Einrichtungen in ganz Frankreich geschaffen: Zugangsrampen, spezifische Fahrstühle, WC, Parkplätze und auch Telefonkabinen. Gewisse Taxis verfügen über besondere Vorrichtungen für Körperbehinderte.

In Paris sind zwei Buslinien - 20 und 91 - speziell für Körperbehinderte ausgestattet. Die U-Bahnen von Rouen, Lille, Lyon und Grenoble, und die Straßenbahnen von Nantes und Straßburg sind für Körperbehinderte zugänglich.

Haute Couture - Mode in Frankreich

Natürlich ist hier Paris als Hauptstadt der Mode zu erwähnen. Zweimal jährlich stellen die bekanntesten Modeschöpfer in der Hauptstadt in prächtigen Modeschauen ihre Kollektionen vor - jede muss aus mindestens 50 Modellen bestehen! Diese und andere Vorschriften der französischen Haute Couture wurden 1945 in einem Statut festgelegt, das 1993 neu überarbeitet wurde. Ihr gehörten die Hochburgen der Modehäuser wie Yves Saint-Laurent, Chanel, Dior, Lacroix, Givenchy, Jean-Paul Gaultier usw. an.

Parken in Frankreich

Ist in Großstädten eine teure Angelegenheit. Allerdings sind dafür die Parkgebühren in den kleineren Städte um so günstiger.

Picknick - pique nique - eine französische Erfindung?

Picknick-Freunde finden in Frankreich ein echtes Paradies. Fast überall im Land finden sich fix und fertige Picknick-Stellen: Tisch mit links und rechts einer kleinen Bank. Vor allem in touristischen Gebieten, aber auch in Wäldern, mitten drin, versteckt unter schattigen Bäumen, findet man solche Plätze.

Das Postamt in Paris, 52 rue du Louvre

... in der Nähe der U-Bahnstation Louvre ist das einzige Postamt Europas, das nie schließt: 365 Tage im Jahr 24 Stunden lang hat es geöffnet. Neben diesem Postservice schätzen es auch viele Touristen als - ständig geöffneter - Treffpunkt!

Im Übrigen sind die Postämter von Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr und am Samstag von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Die Briefkästen sind in Frankreich gelb. Briefmarken sind sowohl auf allen Postämtern als auch in den " Tabac"-Läden erhältlich.

Les Routes - die Straßen der...

... der Kultur. Es gibt einige interessante Straßenverläufe in Frankreich, die Wissenswertes über Land, Leute und Kultur bieten. Hier eine kleine Auswahl:
... "Die Seidenstraße in Rhône-Alpes"
... "Die Straße der Leuchttürme" in der Bretagne
... "Die Weinstraße im Elsass"
... "Die Route des Comté in Franche-Comté" mit malerischen traditionellen Käsereien
... "Die Wege von Saint-Jacques in Limousin" - der Jakobspilgerweg auf französischer Seite
... "Die historische Route der Schriftsteller in Yvelines" - Île de la France - ein literarischer Pilgerweg zu den Wohnstätten von Alexander Dumas, Emile Zola, Louis Aragon, Tourgueniev und vielen anderen
... "Die historische Route von Vauban" Languedoc-Roussillon

Straßen - Fernstraßen

Was mich immer wieder aufs Neue in Frankreich fasziniert, sind die Fernstraßen. Ich meine, die Bundesstraßen quer durch das Land. Sie sind sehr sehr oft schnurgerade, und zwar Kilometer - lang - 10, 15 oder auch noch mehr Kilometer. Dabei folgen sie dem natürlich Verlauf der Landschaft: hügelauf, hügelab.

Ein weitere Pluspunkt auf den Straßen von Frankreich: wo immer es möglich ist, hat man Kreisverkehre gebaut. Ampeln auf dem Land, ja in fast allen Orten, sind Mangelware. Dafür fließt man förmlich durch die französische Landschaft...

Sprache - Parlez-Vous français?

Für Besucher, die versuchen in Frankreich Leute auf Französisch anzusprechen, und sei es mit Händen und Füssen, werden mit großer Offenheit und Freundlichkeit empfangen. In Paris, im Elsass und an der Côte d'Azur erhält man fast immer deutschsprachige Auskünfte. Aber auch in den rund 3 570 Fremdenverkehrsämtern, die es in jedem größeren Ort gibt, wird Englisch oder Deutsch gesprochen. Alle Broschüren über verschiedene Regionen sind in zwei oder drei Sprachen erhältlich. Diese Beispiele zeigen, dass die Franzosen sich bemühen, die Fremdenverkehrsgäste besser zu empfangen.

Neben Französisch gibt es noch regional gesprochene Sprachen: Elsässisch, Baskisch, Bretonisch, Katalanisch, Korsisch und Okzitanisch.

Der TGV - Train avec grande vitesse

Der TGV - Hochgeschwindigkeitszug, ist der Stolz der französischen Technologie. Er verkürzt die Fahrzeiten innerhalb von Frankreich beträchtlich und stellt eine echte Alternative zum Auto und Flugzeug dar. Er erreicht Geschwindigkeiten um 300 km/h und bietet einen hohen Reisekomfort: Sitzplatzreservierung - Pflicht, jedoch bis zum letzten Augenblick möglich, am Sitzplatz servierte Mahlzeiten, Bar für Imbisse und Getränke, Abteile für Familien und Kinderwickelabteile;

Hier ein Reisebeispiel: Paris - Lyon: 512 km in zwei Stunden! Preis ca. € 50.-- pro Strecke;

Private Tipps

* Beurteilen Sie Hotels und Restaurants niemals NUR nach dem Äußeren! Werfen Sie auch einen Blick ins INNERE - und Sie erleben fast immer eine (angenehme) Überraschung!
* In Großstädten sind auch 2-Sterne-Hotels durchaus zu empfehlen! Siehe vorherigen Punkt!
* Geschwindigkeitskontrollen sind immer und überall möglich - und - beim Erwischt werden SEHR teuer!
* Ein spezifisch-österreichischer Tipp: Geben Sie sich wo immer möglich als Österreicher zu erkennen - leider haben es viele Franzosen immer noch intus, dass Deutschland zwei Kriege gegen sie geführt haben und da und dort wird ein Deutschsprechender noch immer, na sagen wir, nicht sofort bedient... Allerdings scheinen die Franzosen die Österreicher davon auszunehmen, denn ich hatte mit dieser "Anwendung" - "je suis Autrichien(ne)" immer gute Erfahrungen gemacht;
* Alle bekannten Nachtclubs in Paris sind ihr Geld nicht wert. Gehen Sie anstelle dessen in ein typisches Bistro Abendessen und gönnen Sie sich eine gute Flasche Wein - ist bedeutend billiger, Sie haben mehr davon und können obendrein noch die französische Lebensart beobachten!

Die Franzosen und ihre Umwelt

Nur wenige wissen, dass es in Frankreich sieben Nationalparks, 31 regionale Naturparks und 128 Naturschutzgebiete gibt. Beispiele für Umweltschutzmaßnahmen:
* Für die Urlaubsgäste gibt das Französische Umweltministerium jedes Jahr die Frankreichkarte "Wasserqualität der Meeres- und Binnenbadegewässer" heraus. Auf ihr sind alle Urlaubsorte mit Angabe der Wasserqualität verzeichnet.
* Dank des "Conservatoire du littoral", das sich um den Schutz der Küsten bemüht, wurden 650 km Küsten (das sind 357 Orte und 45 000 ha, ein Drittel der französischen Küsten) vor der Bebauung bewahrt;

... und weitere allgemeine Informationen finden Sie auf den Seiten von Atout France
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