Frankreich – ein Land am Atlantik und am Mittelmeer
Frankreich besitzt rund 5 500 Kilometer Küste – von den weiten Atlantikstränden bis zu den felsigen Buchten des Mittelmeers.
1 – Nord–Pas-de-Calais
Die Region um Calais ist geprägt von steil abfallenden Kreidefelsen, langen Sandbuchten und weiten Dünenlandschaften. Surfer, Strandsegler und Naturfreunde kommen hier ebenso auf ihre Rechnung wie die Millionen Zugvögel, die zwischen Cap Gris-Nez und Cap Blanc-Nez rasten.
2 – Picardie
Die Picardie besitzt nur einen schmalen Küstenstreifen, doch dieser bietet haushohe Dünen, Klippen und – bei klarer Sicht – sogar einen Blick bis zur englischen Küste. Das Hinterland ist grün, ruhig und landwirtschaftlich geprägt.
3 – Normandie
Über die Normandie wurde viel geschrieben: Von hier aus begann die Eroberung Englands, und später verließen zahlreiche Entdeckerschiffe und Dampfer Europa in Richtung Amerika. Klippen, romantische Hafenstädtchen wie Honfleur und Trouville, die Seine-Mündung und natürlich der weltberühmte Mont-Saint-Michel prägen diese Küste.
4 – Bretagne
Die Bretagne besitzt einen der faszinierendsten Küstenabschnitte Frankreichs: Schroffe Klippen, felsige Buchten, Sandstrände, bis zu zehn Meter Gezeitenunterschied, uralte Dörfer mit keltischem Einschlag, Dudelsackspieler, Menhire, Schlösser und Landsitze. …hier geht es zu einem längeren Beitrag von mir.
5 – Pays-de-la-Loire
Südlich der Loire-Mündung laden weite Sandstrände und sanft abfallende Küsten zu Familienurlauben ein. Salzgewinnung, historische Städte und die Nähe zu den Inseln der Vendée prägen die Region.
6 – Poitou-Charentes
Die Inseln Île de Ré und Île d’Oléron sind über Brücken erreichbar und bieten helle Strände, Dünen und Radwege. Im Hinterland gehören die Cognac-Keller zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten.
7 – Aquitaine
Gemüse aus dem Küstenstreifen, edle Weine aus dem Hinterland – und Bordeaux mit einem der größten Stadtplätze Europas. Hier liegt auch das größte zusammenhängende Waldgebiet Frankreichs. Biarritz bildet den Übergang zum Baskenland.
8 – Languedoc-Roussillon
Die südlichste Region am Mittelmeer vermittelt bereits ein wenig Spanien-Flair – historisch eng mit Katalonien verbunden. Neben langen Stränden findet man Flamingos im Rhône-Delta und bedeutende römische Bauwerke wie Nîmes oder den Pont du Gard.
9 – Provence und Alpes–Côte-d’Azur
Die Camargue mit ihren frei lebenden Pferden und Stieren, die Wallfahrt der „Gitanes“, die High-Society von Saint-Tropez und im Hinterland uralte Abteien und Städte wie Avignon mit Papstpalast und Brücke. Kräuter, Gewürze, Malerlandschaften und provenzalische Märkte prägen das Bild.
10 – Riviera – Côte d’Azur
Cannes, Antibes, Nizza und Menton – berühmte Namen mit mediterranem Flair. Eine Mischung aus Südfrankreich und Italien, denn dieser Küstenabschnitt gehörte historisch lange zu Savoyen und Piemont.
11 – Korsika
Die Heimat Napoléons ist felsig, schroff und zugleich grün. Berge über 2 000 Meter, türkisfarbenes Wasser, unzugängliche Buchten und stille Bergdörfer – eine Insel voller Charakter, wie sie auch in „Asterix und Obelix“ beschrieben wird.