Urbino – Palazzo Ducale und Dom, Marken, Italien

Basilicata – zwischen Ionischem und Tyrrhenischem Meer

Die Basilicata ist eine Region im Süden Italien zwischen zwei Meeren: dem weiten, sandigen Ionischen Meer und der steilen, felsigen Tyrrhenischen Küste. Wer hier unterwegs ist, entdeckt eine Landschaft, die von jahrhundertealten Traditionen, mediterraner Vegetation und einer bemerkenswerten Ruhe geprägt ist. Auch wenn die Basilicata zwei Küsten besitzt, liegt der überwiegende Teil der Region im Landesinneren, zwischen den Nachbarregionen im Westen und Osten. Hier, im nördlichen Teil, befindet sich auch die Hauptstadt Potenza.

An der Tyrrhenischen Küste liegt Maratea, die „Perle des Mittelmeers“, mit ihren kleinen Buchten, Felsvorsprüngen und der berühmten Christusstatue auf dem Monte San Biagio. Die Küste ist geprägt von Grotten, Klippen und glasklarem Wasser – ideal für Ausflüge mit dem Boot oder Kajak.

Ganz anders zeigt sich die Ionische Küste: breite Sandstrände, flaches Wasser und Orte wie Metaponto, Policoro oder Nova Siri, die sich besonders für Familien eignen. Hier verbinden sich Badeurlaub, Naturerlebnisse und Kultur – von den archäologischen Stätten der alten griechischen Kolonien bis zu Naturreservaten wie dem Bosco Pantano.

Ob entspannte Tage am Meer, Spaziergänge durch historische Orte oder Ausflüge in die Natur: Die Basilicata bietet eine Mischung aus Ruhe, Landschaft, Geschichte und mediterraner Lebensart.

Matera, die europäische Kulturhauptstadt 2019

Matera – Blick auf die Sassi
Matera – Blick auf die Sassi © Samuele1607, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die süditalienische Stadt Matera in der Region Basilicata trug im Jahr 2019 den Titel "Kulturhauptstadt Europas".

Matera beeindruckt vor allem durch ihre jahrtausendealten Felsenkirchen und die Sassi – in den Fels geschlagene Höhlenwohnungen, die bis in die 1950er-Jahre bewohnt waren. 1993 wurden die Sassi von Matera in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Die lukanische Stadt zählt zu den ältesten Italiens, und ein Spaziergang durch das historische Zentrum gleicht einer Reise in die Vergangenheit. Nicht ohne Grund dienten die Gassen und Felslandschaften als Kulisse für Filme wie Die Passion Christi von Mel Gibson oder Das 1. Evangelium nach Matthäus von Pier Paolo Pasolini.

Die Felshöhlen können besichtigt werden und vermitteln einen Eindruck vom einfachen Leben der Bevölkerung – so, wie es Carlo Levi in seinem Roman Christus kam nur bis Eboli beschrieben hat. Auch die Chiese Rupestri, die Felskirchen, mit ihren jahrhundertealten Fresken zeugen von frühchristlichen Zeremonien.

Der Parco Archeologico Storico Naturale della Murgia e delle Chiese Rupestri del Materano – ein archäologisch-historischer Naturpark und Freilichtmuseum auf einer Fläche von rund 8 000 Hektar – bietet einen eindrucksvollen Einblick in die jahrtausendealte Menschheitsgeschichte.