Urbino – Palazzo Ducale und Dom, Marken, Italien
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Südtirol

Südtirol – die autonome Provinz Bozen – ist eine eigene Landesautonomie mit Landtag und Landesregierung. „Es leben rund 450.000 Menschen auf einer Fläche von 7400 km² in Südtirol“ (Dokument), wobei die aktuellen Zahlen leicht höher liegen (ca. 540.000 Einwohner im Jahr 2025). Die Bevölkerung setzt sich aus drei Sprachgruppen zusammen: rund zwei Drittel deutschsprachig, knapp ein Drittel italienischsprachig und eine kleine ladinische Minderheit im Gadertal und Grödner Tal.

Die Landschaft ist außergewöhnlich vielfältig: Über 85 % der Fläche liegen über 1.000 m Seehöhe, „fast 65 % sogar höher als 1500 Meter über dem Meeresspiegel“ (Dokument). Südtirol vereint alpine Hochgebirge, Dolomitenfelsen, fruchtbare Täler und mediterrane Vegetation. Im Eisacktal und in der Etschtalfurche gedeihen Wein und Obst in großer Vielfalt.

Der Obstbau hat eine lange Tradition: „Seit rund 200 Jahren wird in Südtirol Obstbau betrieben. Äpfel haben mit 95 % der Ernte den weitaus größten Anteil“ (Dokument). Südtirol ist heute eines der bedeutendsten Apfelanbaugebiete Europas. Ebenso traditionsreich ist der Weinbau, der seit über 2.500 Jahren belegt ist. Typische Sorten sind Lagrein, Vernatsch, Gewürztraminer, Weißburgunder und Silvaner.

Zu den historischen Städten zählt Sterzing, das bereits von den Römern als Vipitenum gegründet wurde. Die mittelalterliche Altstadt mit Zwölferturm und Lauben ist bis heute ein lebendiges Zentrum. Südlich davon liegt Brixen, eine der ältesten Städte Tirols mit Dom, Kreuzgang, Hofburg und dem berühmten Kloster Neustift, dessen Bibliothek und Kunstschätze zu den bedeutendsten des Landes gehören.

Bozen, die Landeshauptstadt, ist kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt. „Hier fließen Talfer, Eisack und Etsch zusammen“ (Dokument). Die Stadt verbindet italienisches und alpenländisches Flair, besitzt drei Seilbahnen in die umliegenden Höhen und bietet Sehenswürdigkeiten wie den Dom, die Laubengasse, den Obstmarkt, die Dominikanerkirche und das Archäologiemuseum mit dem weltberühmten Ötzi.

Im Westen liegt die traditionsreiche Kurstadt Meran mit mildem Klima, Thermalbad, Passerpromenade und botanischen Gärten von Schloss Trauttmansdorff – einem der beliebtesten Ausflugsziele Südtirols. Oberhalb der Stadt thront Schloss Tirol, einst Sitz der Landesfürsten.

Südlich von Bozen erstreckt sich die Weinstraße mit Orten wie Kaltern, Tramin, Auer und Eppan. Der Kalterer See ist einer der wärmsten Badeseen der Alpen. Tramin gilt als Heimat des Gewürztraminers, einer der bekanntesten Weißweinsorten Südtirols.

Der Ritten, Bozens Hausberg, ist bekannt für seine Erdpyramiden, die historische Rittner Bahn und die moderne Seilbahn, die in wenigen Minuten von der Stadt auf das Hochplateau führt. Das Plattner Bienenmuseum zeigt die Geschichte der Imkerei in einem originalen Bauernhofensemble.

Im Osten Südtirols liegt das Grödner Tal, ein Zentrum der ladinischen Kultur, berühmt für Holzschnitzkunst, Bergsport und die Dolomitenkulisse. Weiter östlich schließt das Pustertal mit Orten wie Toblach an, das an der Wasserscheide von Rienz und Drau liegt.

Zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten zählt Maria Weißenstein im Südosten von Bozen, „ein Kloster in Südtirol … auf 1.520 m Höhe“ (Dokument). Die barocke Anlage ist seit dem 16. Jahrhundert ein spirituelles Zentrum und wurde 1988 von Papst Johannes Paul II. besucht.